Zulassungsmarathon für ICE & Co. soll kürzer werden

Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens
Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens

Das jahrelange Hin und Her bei der Zulassung von Lokomotiven und Zügen in Deutschland soll bald der Vergangenheit angehören. Bundesregierung, Bahnindustrie und Bahnbetreiber werden voraussichtlich am (morgigen) Dienstag beschließen, dass das Zulassungsverfahren für Schienenfahrzeuge vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ähnlich wie bei Flugzeugen in die Hände privatrechtlich organisierter, aber staatlich zertifizierter Prüfinstanzen gegeben wird. Die Behörde soll dann nach Prüfung der Vollständigkeit und der Unterlagen nur noch den Stempel auf die Papiere drücken. Das verlautete am Montag aus dem Bundesverkehrsministerium. Zulassungsmarathon für ICE & Co. soll kürzer werden weiterlesen

Friedensangebot aus Arabien: Emirates offen für Lufthansa

Clark reagiert auf Öffnung der großen Allianzen (aktualisiert im 2. und 7. Absatz)

Der Airbus A380 "Berlin" der Lufthansa bei der Taufe in seiner Patenstadt vor einem Jahr. Nach Berlin möchte Emirates auch gerne fliegen.
Der Airbus A380 „Berlin“ der Lufthansa bei der Taufe in seiner Patenstadt vor einem Jahr. Nach Berlin möchte Emirates auch gerne fliegen.

Die arabische Fluggesellschaft Emirates hat überraschend Kooperationssignale in Richtung Lufthansa geschickt. Emirates-Präsident Tim Clark zeigte sich auf einer Konferenz in Dubai offen für ein „bilaterales Abkommen über eine bestimmte Zeitspanne“ mit der größten deutschen Airline. Als Gründe führte er, wie das Wirtschaftsmagazin „Arabian Business“ am Dienstag berichtete, die beginnende Öffnung der großen Allianzen im Luftverkehr an und nannte als Beispiel die seit einigen Monaten vom Emirates-Konkurrenten Etihad aktiv betriebene Zusammenarbeit mit Air France-KLM. Friedensangebot aus Arabien: Emirates offen für Lufthansa weiterlesen

Druck auf den Bund zur Abschaffung der Luftverkehrsteuer steigt (neu: Rösler)

Rösler lehnt Abschaffung ab – Bundesrat und Länderminister dagegen – Siegloch in „tiefer Sorge“ um seine Branche

Die deutsche Luftverkehrsbranche fliegt weiter durch schwere Turbulenzen. Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, erklärte am Mittwoch beim Luftverkehrskongress des Bundesverbandes der Industrie (BDI) in Berlin, für den Sommer 2013 seien rund 3,2 Prozent weniger Flüge angemeldet als im Vorjahr. Im März habe das Minus bei den Flugbewegungen in Deutschland sogar neun Prozent betragen. Er sei in „tiefer Sorge“ um seine Branche, sagte Siegloch. Umsatzwachstum gebe es lediglich noch bei den Interkontinentalflügen. Druck auf den Bund zur Abschaffung der Luftverkehrsteuer steigt (neu: Rösler) weiterlesen

Träumer bleiben jung

Wer vor lauter Nachtflugverboten, Start- und Landebahndiskussionen, wirtschaftlichen Erwägungen und Eröffnungsverschiebungen vergessen hat, dass Fliegen schön sein kann, dem sei ein ganz frischer – in jedem Sinne – Kurzfilm des BDL empfohlen: http://www.youtube.com/watch?v=NRgX61H7goI

Das Geld für Brücken und Lärmschutz wäre da …

Verkehrsforum fordert nachhaltige Finanzierungspolitik für Infrastruktur

 

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) hat von der kommenden Bundesregierung ein Bekenntnis zu nachhaltiger Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur verlangt. DVF-Präsident und Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller erklärte am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung eines Forderungskataloges seines Verbandes an die Parteien vor der Bundestagswahl, es gebe praktisch keine Probleme bei der Finanzierung dank hoher Liquidität auf den Märkten.

Mindestens 15 Milliarden Euro jährlich seien nötig, um die Infrastruktur instandzusetzen und zu erhalten, sagte Müller. Bisher würden aber lediglich 10 Milliarden bereitgestellt. Er setzte sich für eine Ausweitung öffentlich-privater Kooperationen ein, „nicht um die Dinge teurer zu machen“, sondern um effizienter zu arbeiten. Das Geld für Brücken und Lärmschutz wäre da … weiterlesen

Bahnindustrie greift deutsche Zulassungsprozeduren heftig an

Düsteres Zukunftsbild für Standort Deutschland – Schienen-Infrastruktur chronisch unterfinanziert

Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens
Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens

Die deutsche Bahnindustrie hat die Probleme bei der Zulassung von Schienenfahrzeugen für Umsatz- und Gewinneinbußen von einer halben Milliarde Euro im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), Bombardier-Chef Michael Clausecker, prangerte am Dienstag in Berlin die langwierigen Genehmigungsprozeduren des Eisenbahn-Bundesamtes an. Er ließ allerdings offen, ob die Summe in Gänze auf die angebliche Trägheit der Behörde oder auch auf tatsächliche Fehler bei den Herstellern zurückzuführen sei.

Die Bilanz 2012 der Bahntechnik-Hersteller  weist zwar ein hohes Umsatzplus von 4,9 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro aus. Die Bestellungen gingen dagegen um 27,6 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurück. VDB-Hauptgeschäftsführer Ronald Pörner forderte als Ausweg aus der anhaltenden Unterfinanzierung der Schienen-Infrastruktur eine Ausweitung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen und auf Busse. Bahnindustrie greift deutsche Zulassungsprozeduren heftig an weiterlesen

Wie der Zugbegleiter die Fahrradkette reparierte

Allianz pro Schiene kürte die diesjährigen „Eisenbahner mit Herz“

„Ich freue mich, dass ich heute Nachmittag wieder angelächelt werde.“ Starköchin Sarah Wiener wollte am Montag wieder Bahn fahren. Sie machte aus ihrer Liebe zu diesem Verkehrsmittel am Montag keinen Hehl, als sie die Laudatio für die „Eisenbahner mit Herz“ sprach. Die Bahnlobby Allianz pro Schiene hatte zum dritten Mal zur Kür besonders zuvorkommender Eisenbahnerinnen und Eisenbahner gerufen. Mit dem Preis will sie ein Gegengewicht zu den Berichten über wenig service-orientiertes Personal der Öffentlichkeit setzen. Die Medaille erhielten von rund 100 von den Kunden vorgeschlagenen Personen diesmal drei Zugbegleiter und ein Team eines TGV zwischen Frankfurt und Paris. Wie der Zugbegleiter die Fahrradkette reparierte weiterlesen

dapd stellt den Betrieb ein

Verhandlungen mit Investoren vorerst gescheitert – „Immer noch Chance auf positive Entscheidung“

Die Nachrichtenagentur dapd wird in wenigen Minuten den Betrieb einstellen. Wie sie selbst am Donnerstag Nachmittag in einer Meldung an die Kunden mitteilte, sind „mehrere Verhandlungspartner abgesprungen“, mit denen nach der zweimaligen Insolvenz versucht werden sollte, den Betrieb weiterzuführen. Bis Ende April erhalten die rund 160 verbliebenen Mitarbeiter noch Insolvenzgeld, dann droht ihnen die Arbeitslosigkeit. Als „letzter aussichtsreicher Gesprächspartner“ habe auch die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Novosti am Dienstag die Beratungen über einen Einstieg abgebrochen. Das erklärte die vorläufige Insolvenzverwalterin Petra Hilgers am Donnerstag. Weiter hieß es in der Meldung: „Damit wird die Belieferung der dapd-Kunden mit Nachrichten, Bilder, Grafik und Videos um 17.00 Uhr eingestellt.“ Gescheitert ist damit der Versuch, in Deutschland neben dpa eine zweite Nachrichtenagentur zu etablieren. Insgesamt hat es nach einer ersten Kündigungswelle 300 Menschen den Arbeitsplatz gekostet.

Schwarzfahren kostet bald bis zu 60 Euro

Schwarzfahrer müssen bald mit einer Strafe von 60 Euro statt bisher maximal 40 Euro rechnen. Das hat die Verkehrsministerkonferenz in Flensburg beschlossen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßte am Donnerstag die Entscheidung, die er schon seit längerem als überfällig angemahnt hatte. Der weitergehenden VDV-Forderung, für Wiederholungstäter eine Strafzahlung bis zu 120 Euro verlangen zu dürfen, kam die Konferenz allerdings nicht nach. Schwarzfahren kostet bald bis zu 60 Euro weiterlesen

Bahn mahnt Finanzierung weiterer Großprojekte an

Zuwachs an Trassenkilometern und erwartete Engpässe iom deutschen Schienennetz 2030. © Deutsche Bahn AG
Zuwachs an Trassenkilometern und erwartete Engpässe iom deutschen Schienennetz 2030. © Deutsche Bahn AG

 

Infrastrukturvorstand Kefer: Für Y-Trasse und Rhein-Ruhr-Express muss der Bund Geld mitbringen

Die Deutsche Bahn AG hat die Finanzierungsmöglichkeiten noch nicht begonnener großer Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre infrage gestellt. Das für die Infrastruktur zuständige DB-AG-Vorstandsmitglied Volker Kefer sagte am Mittwoch in Berlin bei einer Präsentation des Netzausbauplans 2030, über die durchfinanzierten und begonnenen Großprojekte hinaus sehe er „für die nächsten zehn bis 15 Jahre kaum zusätzliche Mittel“. Bahn mahnt Finanzierung weiterer Großprojekte an weiterlesen

ICx: Sonderwünsche dauern etwas länger (Neu: Bombardier)

Neue Zuggeneration der Deutschen Bahn kommt erst 2017 – Bombardier liefert und montiert für 336 Millionen Euro Wagen und Drehgestelle

Das Gesicht des ICx. Feierliche Enthüllung bei der Innotrans2012. Foto: DB AG / Jet-Foto Kranert
Das Gesicht des ICx. Feierliche Enthüllung bei der Innotrans 2012. Foto: DB AG / Jet-Foto Kranert

Der ICx, die Nachfolgegeneration für Intercity- und ICE-1-Züge, kommt frühestens 2017 aufs Gleis und damit ein Jahr später als geplant. Das berichtet die April-Ausgabe des DB-AG-Mitarbeitermagazins „“DB Welt“. Grund dafür sind eine Ausweitung des Auftrags und Änderungen bei der Ausstattung. So wurde die erste Tranche der Bestellung, die 2011 aufgegeben wurde, um 170 Wagen erweitert, damit die Langzug-Version mit zwölf statt zehn Waggons verkehren und 830 statt 724 Sitzplätze bieten kann. Siemens als Vertragspartner der DB AG für diese Züge gab einen Teil des Auftrags an Bombardier weiter, wie der kanadische Konzern am Montag mitteilte. ICx: Sonderwünsche dauern etwas länger (Neu: Bombardier) weiterlesen

DB Netz AG muss fremde Glasfaser am Bahndamm zulassen

Die DB Netz AG muss fremde Glasfaser am Bahndamm zulassen. Die Bundesnetzagentur verpflichtete die Tochter der Deutschen Bahn AG am Donnerstag, dem dänischen Telekommunikations-Anbieter Global Connect A/S innerhalb von drei Monaten Angebote zur Nutzung von vier norddeutschen Streckenabschnitten zu unterbreiten. Damit setzte die Bonner Behörde erstmals eine neue Bestimmung des Telekommunikationsgesetzes um. Ein Sprecher der DB Netz AG erklärte am Freitag auf Anfrage, die Bahn prüfe die Entscheidung der Bundesnetzagentur. DB Netz AG muss fremde Glasfaser am Bahndamm zulassen weiterlesen

Neue ICE-3-Züge sind gebaut – dürfen aber nicht fahren

Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens
Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens

Die Deutsche Bahn wartet weiter auf die Auslieferung von 16 neuen ICE-3-Zügen. Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg erklärte am Donnerstag am Rande der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bahn AG, alle Züge der Baureihe 407 seien physisch fertig, harrten aber noch der Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt. Zugleich warnte er davor, der Industrie zu sehr die Daumenschrauben anzuziehen, sonst entscheide sie sich womöglich, ihre Fahrzeuge auf dem deutschen Markt nicht mehr anzubieten. Neue ICE-3-Züge sind gebaut – dürfen aber nicht fahren weiterlesen

Etihad verleiht Air-Berlin-Bilanz Flügel

Air Berlin hat 2012 zum ersten Mal seit fünf Jahren einen Nettogewinn erzielt. Im operativen Geschäft stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von minus 270 Millionen auf plus 70 Millionen Euro. Netto blieben davon nach Angaben von Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer 6,8 Millionen Euro. Für 2013 sagte er wiederum eine schwarze Null in der Bilanz voraus. 2014 will Air Berlin wieder profitabel sein. Erkauft wird der Flug in die Profitzone neben immer engeren Bindungen an den Hauptaktionär Etihad Airways aus Abu Dhabi mit dem Abbau von 900 Stellen oder zehn Prozent der Belegschaft, der ersten Reduzierung in der Unternehmensgeschichte, wie Finanzchef Ulf Hüttmeyer bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Berlin betonte. Etihad verleiht Air-Berlin-Bilanz Flügel weiterlesen

airberlin stuft sich auf Etihad-Langstreckenniveau hoch

airberlin hat seine Business-Klasse auf Langstrecken exakt dem Standard von seinem größten Aktionär Etihad angepasst. Damit gehen die beiden Airlines einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Standardisierung ihrer Services. So soll sichergestellt werden, dass die Fluggäste der beiden Gesellschaften auf ihrer gesamten Strecke, etwa von Abu Dhabi über Berlin nach New York, gleichbleibend hohen Standard genießen können. airberlin stuft sich auf Etihad-Langstreckenniveau hoch weiterlesen

Kritik aus der Heimat an Etihad-Werbespot

Manchen Arabern ist das Flair zu international

 

Die internationale Ausrichtung eines Werbespots hat der arabischen Fluggesellschaft Etihad am Donnerstag deutliche Kritik der heimischen Medien eingebracht. Bei einer via Livestream aus Abu Dhabi weltweit übertragenen Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Kampagne verlangten mehrere Medienvertreter mehr Ansichten von Abu Dhabi, der Basis von Etihad. Etihad sei doch eine arabische Fluggesellschaft, und davon sei nichts zu sehen, kritisierten sie. Kritik aus der Heimat an Etihad-Werbespot weiterlesen

Nahverkehrskunden droht deutliche Preiserhöhung

Falls Schienenverkehrsunternehmen die Umlage für erneuerbare Energien zahlen müssen, warnt Verband VDV

Der Wegfall von Vergünstigungen aus dem Gesetz für Erneuerbare Energien (EEG-Gesetz) könnte das Fahren mit Bussen und Bahnen im nächsten Jahr deutlich verteuern. Der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Jürgen Fenske, bezifferte die Summe, die den Schienenunternehmen mit der Neuregelung des EEG-Gesetzes entgehen könnte, am Freitag in Berlin auf 230 Millionen Euro jährlich. Nahverkehrskunden droht deutliche Preiserhöhung weiterlesen

Sternschnuppen

Je nachdem, wem man bei Twitter folgt, ergeben sich schöne Konstellationen:

Twitter-Konto am Freitagmorgen
Twitter-Konto am Freitagmorgen

Westermann jetzt bei „Bild“

Rolf Westermann, bis Ende November 2012 stellvertretender Chefredakteur und Opfer der Insolvenz der Nachrichtenagentur dapd, hat einen neuen Job: Er ist Ressortleiter Nachrichten bei „Bild“. Eine seiner ersten Aktivitäten nach außen war in der vergangenen Woche die Aussendung der Vorabmeldung an die Agenturen, dass es bei McDonald’s jetzt Currywurst aus der Produktion von Uli Hoeneß gibt. Bis Westermann Mitte 2012 bei dapd anfing, war er seit Oktober 2004 beim Konkurrenten dpa Landesbüroleiter Ost.

Ins Fettnäpfchen geflogen

Glückliches Neues Jahr nicht nur für Chinesen – Airline-Bündnis Star Alliance bedauert Eingrenzung der Beglückwünschten

 

Screenshot des Entschuldigungs-Postings der Star Alliance
Screenshot des Entschuldigungs-Postings der Star Alliance

Da will man mal etwas Gutes tun, und dann ist es auch wieder nicht recht. Das weltweite Airline-Bündnis Star Alliance, dem auch die Deutsche Lufthansa angehört, postete auf seiner Facebook-Seite zum Wochenende Glückwünsche an „all our Chinese fans all over the world“ für das Mondneujahrsfest. Damit hatte Star Alliance zwar immerhin mehrere Milliarden Menschen beglückt. Einige andere fühlten sich dennoch von den Glückwünschen ausgeschlossen – nämlich diejenigen unter den mehr als 91.000 Facebook-Followern, die sich nicht als Chinesen begreifen, aber trotzdem das Mondneujahrsfest feiern, etwa in Singapur. Ins Fettnäpfchen geflogen weiterlesen

Dampflokfreunde verlieren Kampf um alte Wagenhalle

Bahn will abreißen – Kein Denkmalschutz – Zugfans wollten Halle mieten (aktualisiert im 1. Absatz und am Schluss: Denkmalschutzantrag offenbar abgelehnt)

Die Geschichte klingt ein bisschen wie aus Hausbesetzerzeiten: Im Südosten Berlins standen sich am Mittwoch bei klirrender Kälte Abrissbagger und Dampflokfreunde in herzlicher Zwietracht gegenüber. Die Dampflokfreunde Berlin e.V., die mit historischen Zügen Nostalgiefahrten organisieren, wollten verhindern, dass eine 135 Jahre alte Wagenhalle neben ihrem Lokschuppen abgerissen wird. Am Abend mussten sie eine Niederlage hinnehmen: Der Landeskonservator signalisierte den Dampflokfreunden, dass der von ihnen gestellte Antrag auf Denkmalschutz für das Gebäude abgelehnt wird.

Eigentümer von Halle und Gelände ist die DB Netz AG, eine Tochter der Deutschen Bahn, die das seit Jahren weitgehend ungenutzte Grundstück in der Nähe der S-Bahn-Station Betriebsbahnhof Schöneweide mit der Halle und angrenzende Flächen vermarkten will. Die Dampflokfreunde, die das Nachbargrundstück mit einem bereits denkmalgeschützten Rundlokschuppen und anderen Gebäuden von der DB gemietet haben, wollen diese Halle aber ebenfalls mieten, um dort  historische Waggons unterzustellen. Dampflokfreunde verlieren Kampf um alte Wagenhalle weiterlesen

DB und SNCF in Freundschaft gegen die EU-Kommission

Grube und Pepy kündigen gemeinsames Vorgehen gegen Brüsseler Pläne zur Trennung von Netz und Betrieb an

In Paris kommen der deutsche (links) und der französische Hochgeschwindigkeitszugbei der feierlichen Eröffnung der Strecken aus Frankfurt/Main und Stuttgart 2007 an.
In Paris kommen der deutsche (links) und der französische Hochgeschwindigkeitszug bei der feierlichen Eröffnung der Strecken aus Frankfurt/Main und Stuttgart 2007 an.

 

Zum 50-jährigen Jubiläum der Elysée-Verträge haben die staatseigenen Eisenbahnen Deutschlands und Frankreichs ein gemeinsames Vorgehen gegen die Pläne der EU-Kommission zur Trennung von Netz und Betrieb angekündigt. Vor der Presse erklärten SNCF-Präsident Guillaume Pépy und DB-Vorstandsvorsitzender Rüdiger Grube am Dienstagabend darüber hinaus, die italienischen und österreichischen Staatsbahnen und auch das Nicht-EU-Land Schweiz würden sich dem deutsch-französischen Vorgehen anschließen. „Wir fahren alle in einem Zug, und zwar in dieselbe Richtung“, sagte Grube. Aber das sei nicht die Richtung, in die die EU-Kommission fahre. Deren Vorschläge, das „Vierte Eisenbahnpaket“, liegen zurzeit nach Einwänden der entsprechenden Regierungen auf Eis. DB und SNCF in Freundschaft gegen die EU-Kommission weiterlesen

A-380 und B-787: Duplizität der Ereignisse

Harte Landung für den Traumflieger (neu: Boeing-Statement eingearbeitet)

Der erste Dreamliner in Deutschland: Am 25. Juni 2011 in TXL.
Der erste Dreamliner in Deutschland: Am 25. Juni 2011 in TXL.

Der neue Boeing 787 „Dreamliner“ ist doch irgendwie etwas Besonderes, anders  als die großen und kleinen Passagierflugzeuge da oben am Himmel. Der Boeing-747-Jumbo ist Geschichte, da macht auch ein „Strich-8“ keine Design-Ikone des 21. Jahrhunderts mehr draus. Der große Airbus A-380 ist in der bisher verfügbaren kurzen Version nicht wirklich eine Schönheit. Und die anderen „sehen doch alle gleich aus“, würde meine Frau sagen. A-380 und B-787: Duplizität der Ereignisse weiterlesen

Aktive Baustelle in Berlin

IF

Ein Hoffnungsschimmer für alle schlaglochgeplagten Rad- und Autofahrer: Hier werden in Berlin-Spandau Straßenschäden weggeteert. Bei minus drei Grad. Hoffentlich hält’s eine Weile.

Wenn im Flieger der Kaffeefilter platzt

US-Luftsicherheitsbehörde: Druckunterschied bringt Packungen zur Explosion – Berichte über Verbrennungen ersten und zweiten Grades

Vor explodierenden Kaffee-Filterpackungen im Flugzeug hat die US-Luftsicherheitsbehörde FAA die Kabinenbesatzungen von Fluggesellschaften gewarnt. In einem Sicherheitshinweis (Safety Alert, SAFO) erklärte sie, es lägen Berichte verschiedener Airlines und Flugbegleiter über geplatzte Kaffee-Filterpackungen vor, die Verbrennungen ersten und zweiten Grades bei Personal und Passagieren verursacht hätten. Wenn im Flieger der Kaffeefilter platzt weiterlesen

CDU-MdB Steffel: Berlin wird Ablösung von Flughafen-Chef Schwarz nicht verhindern

Die Ablösung des Berliner Flughafenchefs Rainer Schwarz durch den Aufsichtsrat in der nächsten Woche ist offenbar beschlossene Sache unter den Anteilseignern. Der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel sagte am Dienstagabend im RBB-Fernsehen, der Koalitionsausschuss der Landesregierung habe sich drauf geeinigt, dass die Berliner Vertreter in dem Gremium nicht länger die Ablösung Schwarz‘ blockieren. CDU-MdB Steffel: Berlin wird Ablösung von Flughafen-Chef Schwarz nicht verhindern weiterlesen

Mindestens 35 Klagen gegen dapd-Kündigungen

Die Welle von rund 100 Kündigungen bei der insolventen Nachrichtenagentur dapd hat mindestens 35 Kündigungsschutzklagen zur Folge. Diese Zahl nannte ein Vertreter der Beklagten am Montag in Berlin bei einem öffentlichen Gütetermin mit einem der Gekündigten vor dem Berliner Arbeitsgericht. Der Anwalt des Insolvenzverwalters Christian Köhler-Ma erklärte überdies, dass in dieser Woche mit dem Übergang „in ein geordnetes Insolvenzverfahren“ zu rechnen sei. Auf die Frage des Richters, ob der Gekündigte in der künftigen „neuen“ dapd eine Chance auf Weiterbeschäftigung habe, antwortete der Anwalt: „Eher nicht.“ Mindestens 35 Klagen gegen dapd-Kündigungen weiterlesen

Spanische Flugsicherung in der Kritik

Blogger brichtet von Überforderung der Lotsen in Barcelona vor Weihnachten

Eine interessante Momentaufnahme der Luftraumkontrolle über Barcelona liefert der Branchenblog „Aviation Herald“.  Wegen Nebels und deshalb zunehmenden Anflugrestriktionen stauten sich am Tag vor Heiligabend die anfliegenden Maschinen so sehr und brachten die Controller derart ins Schwitzen, dass – schenkt man den Angaben Glauben – das Wort „Kontrolle“ als Beschreibung ihrer Arbeit sehr euphemistisch war. Die Lage endete glimpflich, alle Flugzeuge landeten ohne Schaden, wenn auch nicht immer dort, wo die Passagiere eigentlich in wollten. Spanische Flugsicherung in der Kritik weiterlesen

Autohersteller vor großen Herausforderungen

Tiefer Einbruch im Dezember in Deutschland – Hohe US-Zahlen beim Autoabsatz zeigen nur Volatilität

Autos in Deutschland ...
Autos in Deutschland …

Drastische Einbußen haben die Autohersteller im Dezember in Deutschland hinnehmen müssen. Minus 16 Prozent insgesamt, minus 19 Prozent bei den deutschen, minus 10 Prozent bei den ausländischen Produzenten meldete der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Jahresende. Tags darauf gab er einen gegenteiligen Trend bekannt: fast genau so hohe Zuwachsraten der deutschen Autobauer am US-Markt für das Gesamtjahr 2012. Autohersteller vor großen Herausforderungen weiterlesen

Spediteure lassen Gigaliner-Netz links liegen

Nach einem Jahr erst 36 Fahrzeuge für Feldversuch mit Lang-Lkw registriert – Netz seit dem Start um 1800 km gewachsen

Gigaliner: Viel Politik- und Lobby-Lärm um 30 Laster
Gigaliner: Viel Politik- und Lobby-Lärm um 30 Laster

Berlin – Ein Jahr nach seinem Beginn erweist sich der heiß diskutierte Feldversuch mit überlangen Lastzügen als Lehrbeispiel für praxisferne Lösungen – und zwar von allen Seiten. Heftiger Gegenverkehr durch jahrelange Lobbyarbeit aller Beteiligten hat die Gigaliner in Deutschland noch nicht in eine Sackgasse, zumindest aber auf wirtschaftlich holprige Wege geschickt.

Vielleicht stören knapp 50 Gigaliner auf dem Zigtausende von Kilometern umfassenden Fernstraßennetz gar nicht weiter? Nur um die 30 statt der erhofften „bis zu 400“ (Verkehrsminister Peter Ramsauer, CSU) sind unterwegs, wie aus den Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen hervorgeht. Vielleicht entspricht diese Nutzungsintensität dem Bedarf? Dann täten es herkömmliche Ausnahmegenehmigungen wohl auch; wahrscheinlich werden mindestens genauso viele überlange Windmühlenflügel auf den Straßen transportiert. Dann könnten sich Lobbyisten und Politiker fragen, ob sie nicht Wichtigeres zu tun haben als jahrelang über die paar Laster zu polemisieren und zu bürokratisieren. Spediteure lassen Gigaliner-Netz links liegen weiterlesen

Belgische Staatsbahn speicherte 1,5 Millionen Kundendaten offenbar frei zugänglich

Internet-Forumsmitglied entdeckte Excel-Datei

Staatliche Bahnen und Datenschutz: Die Belgischen Staatsbahnen (SNCB) haben die persönlichen Daten von 1,5 Millionen internationaler Kunden offenbar frei zugänglich über Wochen im Internet stehen lassen. Als der User eines Forums dies entdeckte und öffentlich machte, warf ein SNCB-Sprecher ihm am Samstag in einer offiziellen Stellungnahme Missbrauch dieser Daten vor, fand aber kein Wort der Entschuldigung für die ungeschützte Speicherung durch sein Unternehmen. Belgische Staatsbahn speicherte 1,5 Millionen Kundendaten offenbar frei zugänglich weiterlesen

Neue Investoren wollen vier Millionen in die neue dapd stecken

Ende der Insolvenz bis 31. Januar – Auslandsnachrichten sollen von Dow Jones kommen – Text soll „boulevardesker“ werden

Von Thomas Rietig

Berlin – Die Geschäftsführung und die Insolvenzverwalter der Nachrichtenagentur dapd wollen mit über vier Millionen Euro Eigenkapital bis Ende Januar ein Fundament für die zukünftige Arbeit errichtet haben. Das kündigte der Sprecher der Investoren, Ulrich Ende, am Freitag in Berlin an. Die Auslandsnachrichten sollen nach der Auflösung der Verträge mit dem bisherigen Lieferanten Associated Press künftig von Dow Jones Newswires kommen und durch zusätzliche Eigenleistungen angereichert werden. Neue Investoren wollen vier Millionen in die neue dapd stecken weiterlesen

Air Berlin bessert Bilanz mit Verkauf des Meilenprogramms an Etihad auf

Neue Gesellschaft gegründet – Araber beteiligen sich mit 70 Prozent – Mehdorn kündigt für 2012 positives EBIT an

Von Thomas Rietig

Berlin – Air Berlin hat sein Vielfliegerprogramm Topbonus zu 70 Prozent an den Gesellschafter Etihad abgegeben und damit sein Eigenkapital um 184 Millionen Euro verbessert. Vorstandschef Hartmut Mehdorn und Finanzchef Ulf Hüttmeyer kündigten daraufhin am Dienstag in Berlin ein „gutes zweistelliges“ Millionenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) für die schuldengeplagte Airline an. Air Berlin bessert Bilanz mit Verkauf des Meilenprogramms an Etihad auf weiterlesen

Verkehrsblog nimmt Arbeit auf

Willkommen zum Verkehrsblog von Thomas Rietig. Soeben haben wir mit der Berichterstattung von der Air-Berlin-Pressekonferenz in Berlin die Arbeit aufgenommen. Wir hoffen, mit diesem Blog möglichst viele Nutzer schnell, umfassend und seriös über Entwicklungen auf den verschiedenen Verkehrsmärkten informieren zu können.