Archiv der Kategorie: Schiene

Weihnachtsbaum gegen schlechte Laune

In Wildenranna glitzert eine von der EWG geförderte Tanne

In einer kurzen Zeremonie wurde der Baum neben dem Bahnhof seiner Bestimmung übergeben. © für alle Fotos: Etwaige Nachrichten

Wildenranna, 09. Dezember (EigenerBericht) Mit touristischen Innovationen, die gleichzeitig auch das Lebensgefühl der Bürger verbessern, wollen die Stadtväter Wildenrannas das Image ihres Ortes aufpolieren. Erste Initiative: Sie stellten einen Weihnachtsbaum zwischen Bahnhof und Kiosk auf. Am Sonntag wurde er unter gro­ßer Anteilnahme der Bevölkerung der Öffentlichkeit übergeben.

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Bisher nützt der Gotthardtunnel nichts

Schienengüterverkehr: Deutschland ist das Sorgenland Nummer eins

Warten auf den Einsatz vor Güterzügen im Oberen Rheinta: Güterzugloks der DB und der SBB (2.v.rechts). @Foto: Rietig

Berlin, 15. November (ssl) „Vor zwei Jahren haben wir den Gotthard-Basistunnel gefeiert – aber er nutzt nichts.“ Mit dieser ernüchternden Aussage begann der Direktor des schweizerischen Bundesamts für Verkehr (BAV) , Peter Füglistaler, eine Philippika über die Eisenbahnunternehmen Mitteleuropas, die es nicht schafften, pünktlichen Güterverkehr zu produzieren und damit ein entscheidendes Qualitätsmerkmal des Verkehrsträgers Schiene nicht erfüllten. „Deutschland ist das Sorgenland Nummer eins“, fügte er hinzu.

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Aus dem Rhein-Main-Gebiet mit einer Buchung durch verschiedene Verbünde

DB und RMV starten Ticketverbund – BVG: Erst mal vor Ort multimodal –

Berlin, 15. Juni (ssl) Die digitale Fahrkarte ist schon wieder ein Stück komfortabler geworden. Die Deutsche Bahn und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) haben ihren digitalen Fahrkartenverkauf synchronisiert. So können Fahrgäste jetzt über die App des RMV Fernverkehrstickets kaufen. Am Ende der Entwicklung soll eine freizügige Verwendung möglichst vieler regionaler und lokaler Apps zum Kauf von Tickets für Strecken bundesweit stehen. Aus dem Rhein-Main-Gebiet mit einer Buchung durch verschiedene Verbünde weiterlesen

Rückenwind für Busse und Bahnen

VDV stellt Szenario für den ÖPNV 2030 vor –

Potsdam, 11. Juni (ssl) So zufrieden sprechen Verbandsvertreter nicht oft vor der Presse. Mit den Worten „So viel Rückenwind hatten wir selten“, leitete der Präsident des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen, Jürgen Fenske, die Präsentation eines Szenarios zum derzeitigen Wandel im Nahverkehr ein. Er lobte die im Koalitionsvertrag, im Masterplan Schienengüterverkehr und im Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) versprochenen erhöhten Zuwendungen bzw. Preissenkungen und setzte für die Unternehmen Zielmarken für 2030.

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Cleveres Bauen und gutes Fahren auf der Schiene

Runder Tisch erarbeitet Konzept für mehr Koordination und Kommunikation beim Baustellenmanagement –

Berlin, 05. Juni (ssl) Mal ist es die Gasleitung, mal das Telefonkabel, mal arbeitet niemand, mal sind es lange Umleitungen – so unkoordiniert geht es nicht nur bei Baustellen vorm Haus zu, sondern auch bei den nun stetig zunehmenden Investitionen der Bahn. Bis zu 800 Baustellen behindern täglich den Schienenverkehr im Lande. Dabei steht der Kunde nicht immer im Vordergrund, sondern wirtschaftliche Erwägungen, Diskoordination und Bequemlichkeit. Das soll nun anders werden. Der „Runde Tisch Baustellenmanagement“ im Schienenverkehr legte nach anderthalb Jahren Projektarbeit Verkehrsminister Andreas Scheuer ein Konzept vor, wie Struktur in einen offensichtlich chaotischen Zustand gebracht werden könnte. Problem: Es kostet Geld. Scheuer sagte aber zu, sich beim Finanzminister darum zu bemühen.

Momentaufnahme: „Baubedingte Fahrplanänderungen“ – nur in NRW, nur im Personenverkehr. © Grafik: Deutsche Bahn AG

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„Ein Ticket für die ganze Reise“ rückt näher

City-Ticket gilt jetzt auch ohne BahnCard – VDV gibt erste Einblicke in ihr Projekt „Mobility inside“

Berlin, 28. Mai (ssl) Für Fernverkehrskunden der Deutschen Bahn ist das Ziel, die gesamte Tür-zu-Tür-Tour auf einem einzigen Ticket zu haben, ein Stück näher gerückt. Ab 1. August gilt das „City-Ticket“, also die kostenlose Fahrt zum und vom Zug in 126 Städten, auch für Reisende ohne BahnCard. Zugleich ergänzt die DB ihr Angebot um einen kontingentierten „Super Sparpreis“ von 19,90 Euro für die einfache Fahrt in der zweiten Klasse. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gab zugleich weitere Einblicke in die Arbeit für eine einzige Plattform für alle Nah- und Fernverkehrsbuchungen in Deutschland namens „Mobility inside“.

Alles auf einen Blick: der neue Super Sparpreis der DB AG. @Grafik: DB

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Über kurz oder lang kommt die Busmaut

Berlin, 15. März (ssl) Es steht zwar nicht im Koalitionsvertrag, aber dennoch gab sich ein CDU-Bundestagsabgeordneter sicher, dass die Straßenmaut bald auch auf den Busverkehr ausgedehnt werde. Was Flixbus-Chef Schwämmlein davon hält, sagte er bei einer Veranstaltung des „Medienforum – Tourismus Dialog“ in Berlin am Montag (12. März).

„Das größte Streckennetz Europas“. Foto: Flixbus

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Bundesregierung erwägt Nulltarif bei Bussen und Bahnen

Zur Minderung der Dieselemissionen in Städten – Schreiben dreier Minister an die EU-Kommission (2. Zusammenfassung mit Stellungnahme BVG und VDV)

Berlin, 13. Februar (ssl) Die Bundesregierung erwägt zur Vermeidung eines Dieselfahrverbots die Einführung von Gratis-Tickets im öffentlichen Nahverkehr. Das geht aus der Stellungnahme dreier Minister aus allen Parteien der Großen Koalition an die EU-Kommission zum möglichen Vertragsverletzungsverfahren wegen der Grenzüberschreitung bei den Stickoxid-Emissionen in Städten hervor, die Schiene Straße Luft und dem Verkehrsbrief vorliegt. Zuerst hat darüber der Brüsseler Newsletter „Morgen Europa“ von Politico berichtet. Das größte deutsche Nahverkehrsunternehmen, die Berliner BVG, erklärte auf Anfrage in einer ersten Stellungnahme, so ein Projekt sei machbar, aber teuer.

Bald zum Nulltarif Bus und Bahn fahren? Die Bundesregierung erwägt das, um das Umsteigen attraktiver zu machen und so die Stickjoxid-Grenzwert einhalten zu können. Hier ein Elektrobus der BVG. Foto: Rietig

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BVG-Lückenschluss im Bücherregal

Endstation: Mauer“ schildert die BVG-Geschichte von 1945 bis zum Mauerfall

Berlin, 23. Oktober (ssl) Die BVG hat mal wieder eine Lücke geschlossen. Diesmal ist es keine im Streckennetz, sondern in der Aufarbeitung ihrer wechselvollen Geschichte im 20. Jahrhundert. „Für uns schließt sich der Kreis“, sagte Vorstandschefin Sigrid Evelyn Nikutta bei der Vorstellung des dritten Bandes „Endstation: Mauer“ der Buchreihe. BVG-Lückenschluss im Bücherregal weiterlesen

Multimodal, vernetzt und ganz viel Schiene in Jamaika

Industrie, Betreiber und Verbände erinnern künftige Regierung an Wahlversprechen

Auch der Güterverkehr soll in den Deutschlandtakt mit einbezogen werden. Foto: Rietig

Berlin, 26. September (ssl) Mehr Schiene dank Jamaika? Seit Jahrzehnten versprechen Politiker „Mehr Verkehr auf die Schiene“: Heute nennen wir diese Forderung „Verkehrswende“. Geschehen ist trotz aller Sonntagsreden zu wenig, meinen Verbände, Industrie und Betreiber im Schienenverkehr, wobei sich viele von ihnen nicht auf die Schiene allein konzentrieren, sondern durchaus eine Wende hin zu vernetzter, intelligenter Mobilität meinen. Multimodal, vernetzt und ganz viel Schiene in Jamaika weiterlesen

Mehr Geld für die Güterzüge

Masterplan Schienengüterverkehr stößt auf allgemeines Wohlwollen – 350 Millionen pro Jahr für die Trassenpreissenkung

Überholgleise – wie hier nahe Mannheim – sollen verlängert werden. Foto: Rietig

Berlin, 23. Juni (ssl) Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will eine Senkung der Trassenpreise im Schienengüterverkehr um jährlich 350 Millionen Euro durchsetzen. Das bedeutet nach seinen Angaben de facto eine Halbierung der Entgelte. Es soll die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs fördern. Die Summe werde aus allgemeinen Steuereinnahmen kommen und sei so im Entwurf für den Bundeshaushalt 2018 vorgesehen, sagte der Minister am Freitag in Berlin bei der Vorstellung des Masterplans Schienengüterverkehr. Mehr Geld für die Güterzüge weiterlesen

Das Geheimnis des undichten Dachs

Im Berliner Legoland entsteht der Berliner Hauptbahnhof im Maßstab 1:60

Lego-Baumeister Olaf Reichert auf seiner Baustelle. Bis Ende 2018 soll hier ein 1:60-Modell des Berliner Hauptbahnhofs entstehen. Finde die Dixiklos! © Foto: Rietig

Berlin, 20. Juni (ssl) Es gibt Termine, da lernt der Journalist auch mal spielerisch. Die Vorstellung der Baugrube des Berliner Hauptbahnhofs im Maßstab 1:60 war so einer. Seitdem weiß ich, warum es im richtigen Hauptbahnhof durchs Dach tropft und wie das mit der Genderfrage bei den bauarbeitenden Lego-Figuren ist (fast hätte ich „Männchen“ geschrieben). Und wann neuerdings pünktliche Züge abfahren. Das Geheimnis des undichten Dachs weiterlesen

Nach dem Albtraum: Ein deutsch-französisches Bahnfest

Seit 10 Jahren fahren ICE und TGV zwischen Paris und Frankfurt/Stuttgart – und nach Marseille

Friedlich nebeneinander in der Gare de l’Est: TGV und ICE. Alle Fotos: Rietig

Paris/Berlin, 02. Juni (ssl) Die Signale stehen wieder auf Grün im schnellen Schienenverkehr zwischen Deutschland und Frankreich. Das war nicht immer so in den zehn Jahren, in denen jetzt TGV und ICE zwischen den Metropolen mit Tempo 320 hin- und herrasen. Nach den Anschlägen in Paris gingen vor knapp anderthalb Jahren die Fahrgastzahlen deutlich zurück. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Europafeinde um Marine Le Pen an die Macht gekommen wären. Aber nun steigen die Zahlen noch über das vorherige Niveau hinaus. Ein aus Eisenbahnersicht „exotischer“ Versuch ist nach zehn Jahren zu einem deutsch-französischen Erfolgsmodell geworden. Die Bahnen feierten das mit einer Zugtaufe. Nach dem Albtraum: Ein deutsch-französisches Bahnfest weiterlesen

Trassenpreise auf der Schiene sollen „deutlich“ sinken

Bahnbranche holt sich Unterstützung im Ministerium

Der Einzelwagenverkehr ist mit den hohen Trassengebühren und den überholten Zugbildungstechnologien nicht konkurrenzfähig zur Straße. Foto: Rietig

Berlin, 16. Mai (ssl) Die Trassengebühren für Eisenbahnunternehmen werden möglicherweise schon 2018 deutlich gesenkt, um die Wettbewerbsbedingungen des Schienenverkehrs zu verbessern und mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern. Das stellten Regierungsmitglieder beider Koalitionsparteien auf einer Veranstaltung mehrerer Verbände der Bahnbranche am Dienstag in Berlin in Aussicht. Sowohl Umwelt-Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) als auch ihr Kollege vom Verkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU) sprachen sich dort für eine deutliche Reduzierung der Trassengebühren aus. Trassenpreise auf der Schiene sollen „deutlich“ sinken weiterlesen

Umweltverbände klagen gegen Gigaliner

Allianz pro Schiene, BUND und DUH halten Verordnung über Lang-Lkw für rechtswidrig

Gigaliner von Georgi Transporte. Foto: Georgi

Berlin, 05. April (ssl) Mehrere Umweltverbände haben gegen die Rechtsverordnung geklagt, die auf deutschen Straßen überlange Lkw („Gigaliner“) im Regelbetrieb zulässt. Die Zulassung der bis zu 25,25 Meter langen Lastzüge verstoße gegen EU-Rechtsnormen, erklärte der Anwalt Remo Klinger am Mittwoch in Berlin im Namen der Deutschen Umwelthilfe, des BUND und der Allianz pro Schiene (ApS). Darüber hinaus wollen die Verbände in den bevorstehenden Wahlkämpfen gegen die Lang-Lkw mobil machen, wie ApS-Geschäftsführer Dirk Flege ankündigte. Der Regelbetrieb ist seit 1. Januar möglich. Spediteure wünschen sich weitere Ausdehnungen des Netzes. Umweltverbände klagen gegen Gigaliner weiterlesen

Endlich ein Speisewagen: Die ersten ICE 3 sind renoviert

Nach 15 Jahren für weitere 15 fit – Bis 2020 sollen alle 66 Züge „redesignt“ sein – Mehr Platz und ein digitalspezifisches Problem

ICE-3-Redesign: Endlich ein vollwertiges Bordrestaurant. Foto: Deutsche Bahn AG/Oliver Lang

Berlin, 7. März (ssl) 15 Jahre mussten die schnellen ICE-3-Züge erst alt werden, bevor die Deutsche Bahn den Fahrgästen einen richtigen Speisewagen gönnte. Jetzt haben die ersten beiden der insgesamt 66 Züge das DB-Werk Nürnberg verlassen. Sie erhielten nicht nur ein vollwertiges Bordrestaurant erhalten, sondern eine durchgreifende Renovierung der Inneneinrichtung. Damit erstrahlen sie jetzt weithin in dem Design, das auch der Ende vergangenen Jahre präsentierte ICE 4 auszeichnet. Dazu gehören unter anderem Eltern-Kind-Abteile, Reservierungsanzeigen an der Sitzlehne, mehr Gepäckraum und mehr Platz für Rollstuhlfahrer. Endlich ein Speisewagen: Die ersten ICE 3 sind renoviert weiterlesen

Die Mobilitätsentscheidung fällt vor der Haustür

Noch immer fährt gut jeder Zweite in der Stadt mit dem eigenen Auto – Bike- und Carsharing nutzen nur wenige

Berlin, 19. Dezember (ssl) Die Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel für einen einzigen Weg ist in Großstädten bereits stark ausgeprägt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Quotas, die der Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Montag in Berlin vorstellte. Dabei kam aber auch heraus, dass sich die überwiegende Mehrheit der Befragten nicht an der Shared Economy beteiligt, soweit es um die Mobilität geht.

So viel Umweltfreundlichkeit wie die Nutzung dieses Flinkster-Autos ist selten bei der Mobilität der Großstädter. © Foto: Rietig

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Wenn der Zug alleine fährt und hält

Diskussion um autonomes Fahren auf der Schiene wird intensiver

Berlin, 05. Dezember (ssl) Die Diskussion um das autonome Fahren auf der Schiene kommt in Fahrt. Elemente davon gibt es seit Anbeginn des Schienenverkehrs. Dennoch musste wohl erst die Autoindustrie vorpreschen, um das Thema einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln, nachdem dies noch nicht einmal die Lokführerstreiks der vergangenen Jahre geschafft hatten. Vielerorts fahren U-Bahnen bereits führerlos, und auch auf freier Strecke zeigen ernstzunehmende Versuche, dass es bald losgehen könnte.

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Mit dem LEADER nach Mainz-Bischofsheim

DB Cargo wird „grüner“ mit Start-Stopp-Automatik und Fahrassistenzsystem

Berlin, 27. November (ssl) Ein Zittern geht durch die schwere Rangierlokomotive 294 864-4 in der Mannheimer Lokwerkstatt. Dumpf dieselt der Achtzylinder unter dem langen Vorbau der Lok vor sich hin. Die Insassen des Führerstandes, der noch die Maschinenraum-Atmosphäre der 60er Jahre vermittelt, spüren physisch die Power um sie herum, auch ohne dass die Lok losfährt.

Der Motor hat satte 32 Liter Hubraum, die ihm zu einer Leistung von 1.000 Kilowatt und der Lok zu einer Anfahrzugkraft bis zu 236 Kilonewton verhelfen. „Er verbraucht viereinhalb Kilo Treibstoff pro Stunde im Leerlauf“, sagt Triebfahrzeugführer und Fachreferent Dominik Schörner. Da lohnt es sich schon, über eine Start-Stopp-Automatik nachzudenken, auch wenn die Lok inzwischen weit mehr als 40 Jahre auf dem Buckel hat.

Blick unter die Motorhaube der 294er Diesellok. Foto: Rietig
Blick unter die Motorhaube der 294er Diesellok. Foto: Rietig

Der Austauschmotor aus dem Jahr 2004 ist im Vergleich zu seinem Vorgänger bereits ein Sparwunder: Das ursprüngliche 12-Zylinder-Aggregat hatte 70 Liter Hubraum, produzierte damit aber nur 860 Kilowatt Leistung und verbrauchte unter Volllast 5,4 Liter pro Stunde mehr als der neue. Mit dem LEADER nach Mainz-Bischofsheim weiterlesen

Modellbahnen auf der InnoTrans

©alle Fotos: Thomas Rietig
©alle Fotos: Thomas Rietig

 

Berlin, 23. September (ssl) Heute ist der letzte Tag der Schienenverkehrs-Fachmesse InnoTrans 2016. Morgen und übermorgen darf das Publikum auf das Freigelände, um Schienenfahrzeuge vom Gotthard-Hochgeschwindigkeitszug Giruno bis zum Tragschnabelwagen zu bestaunen. Die Hallen sind ihm aber verschlossen. Deshalb können sie die Locations dieser Fotos nicht sehen: Modellbahnen als Attraktion auf zahlreichen Ständen von großen und kleinen Herstellern der Schienenfahrzeugindustrie. Leider ließen es die Beleuchtungs- und Spiegelungs-Umstände nicht immer zu, gute Bilder zu machen. Wir hoffen aber, dass die Stimmung auch mit den Spiegelungen der Hallenbeleuchtung vermitteln. Immerhin zeigt es, dass die Modellbahn auch für erwachsene Bahnprofis aus aller Welt nicht am Ende ist.

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Von Zwergen und Fürstinnenherzen

Mit dem Kulturzug auf einen Samstag in die Kulturhauptstadt Breslau

Viel los in Breslau, der Kulturhauptstadt Europas 2016. Alle Fotos: Rietig
Viel los in Breslau, der Kulturhauptstadt Europas 2016.                              Alle Fotos: Rietig

Berlin/Breslau, 19. Juni (ssl) Breslau ist Kulturhauptstadt Europas 2016. Und plötzlich hat es mit Berlin eine Beziehungsgeschichte (1988 war [West-] Berlin Kulturstadt Europas). Sollte es sie schon länger gegeben haben, wie zwei Buchautoren suggerieren, so ist es jedenfalls im öffentlichen Berlin nicht aufgefallen. Wie auch immer, es gibt jetzt einen Kulturzug der Deutschen Bahn, der an Wochenenden zwischen den Beziehungspunkten verkehrt und ein echter Publikumserfolg geworden ist. Tatsächlich haben Breslau und Berlin dieser Tage viel gemeinsam: Reichlich Touristen mit und ohne Rollkoffer drängen sich in den Innenstädten. Vorwiegend sind sie jung und kommen offenbar aus ganz Europa. Von Zwergen und Fürstinnenherzen weiterlesen

Vom „Lehrter Bahnhof“ spricht niemand mehr

Der Berliner Hauptbahnhof feiert zehnjährigen Geburtstag

Dampfloks fahren nur noch vor den Toren des Hauptbahnhofs: Familienfest zum Zehnjährigen. Alle Fotos: Rietig
Dampfloks fahren nur noch vor den Toren des Hauptbahnhofs: Familienfest zum Zehnjährigen. Alle Fotos: Rietig

Berlin, 28. Mai (ssl) Der Berliner Hauptbahnhof ist zehn Jahre alt geworden. Grund genug für die Deutsche Bahn, ein Fest zu feiern an diesem Wochenende. Abgesehen von den mehrfach durchgenommenen Superlativen wie „größter Kreuzungsbahnhof Europas“ lobten die Festredner am Sonnabend zu Recht, dass die Station inzwischen zu einem unverzichtbaren Knoten- und Anziehungspunkt im Nordosten der Bundesrepublik gereift ist. Nur Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel streute ein bisschen Konfliktstoff in die Feierstimmung, indem er die Forderung wiederholte, alle Fernzüge auf der Stadtbahn sollten doch bitte zusätzlich auch noch im Bahnhof Zoo und im Ostbahnhof halten. Vom „Lehrter Bahnhof“ spricht niemand mehr weiterlesen

Eine Flachbahn durch die Alpen

  • Gotthardtunnel wird eröffnet
  • 17 Jahre Bauzeit
  • 13 Milliarden Franken Kosten
  • 57,1 km: längster Eisenbahntunnel der Welt
  • Mitteleuropa-Gipfel zur Einweihung

Im Grund geht es um den Güterverkehr. Die Schweizer Bevölkerung hat von der Politik verlangt, den Transitverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Foto: Alp Transit Gotthard AG
Im Grund geht es um den Güterverkehr. Die Schweizer Bevölkerung hat von der Politik verlangt, den Transitverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Foto: Alp Transit Gotthard AG

Berlin, 27. Mai (ssl) Es wird ein Gipfeltreffen, auf dem – selten genug in diesen Tagen – das Zusammenwachsen Europas noch einmal gefeiert werden kann: Der Gotthardtunnel wird am 1. Juni eröffnet. Der zurzeit mit 57,1 Kilometer längste Eisenbahntunnel der Welt verkürzt  die Bahnreise zwischen Mittel- und Südeuropa um 45 Minuten oder 30 Kilometer. Eine Flachbahn durch die Alpen weiterlesen

Bahn soll Dritte an Arriva und Schenker beteiligen

Hauptversammlung in Berlin – Dobrindt „enttäuscht“ vom Ergebnis

Zur Zukunft der Bahn gehört auch erweiterter Fernverkehr in alle größeren Städte Deutschlands. Hier ein IC 2 der neuesten Generation. © Fotos: Rietig
Zur Zukunft der Bahn gehört auch erweiterter Fernverkehr in alle größeren Städte Deutschlands. Hier ein IC 2 der neuesten Generation. © Fotos: Rietig

Berlin, 13. April (ssl) Die Deutsche Bahn soll bis Herbst ein Konzept zur Teilprivatisierung ihres Auslandsgeschäfts vorlegen, mit dem sie Kapital für zusätzliche Investitionen im Inland generiert. Das verlangte der Eigentümer Bundesregierung am Mittwoch in der Hauptversammlung von dem Konzern. Damit verpflichtete er das staatseigene Unternehmen zu einer Option, die es selbst bereits vorher in Erwägung gezogen hatte, um aus der derzeitigen Ertrags- und Service-Misere herauszukommen. Bahn soll Dritte an Arriva und Schenker beteiligen weiterlesen

Zwei Wochen Bummelzüge zwischen Hannover und Kassel (Update: Förmliche Bestätigung und weitere Details)

Bahn bestätigt Sperrung der Neubaustrecke – Ersatzfahrplan in Arbeit – Einzelne Züge fallen aus

Berlin, 31. März (ssl) Bahnreisende auf der vielbefahrenen Nord-Süd-Verbindung Hannover-Kassel müssen sich auf deutlich längere Fahrzeiten einrichten: Die Deutsche Bahn will Ende April für zwei Wochen die wichtige Hochgeschwindigkeitsstrecke Hannover-Kassel vollständig für den Fernverkehr sperren. Die Vorstandsvorsitzende von DB Fernverkehr, Birgit Bohle, bestätigte entsprechende Meldungen am Donnerstag in Berlin. Die meisten Züge würden statt auf der für Tempo 280 ausgelegten Schnellstrecke über die Altbaustrecke fahren, erklärte sie. Auf der Neubaustrecke verkehren täglich rund 170 Züge, vornehmlich zwischen München, Basel und Frankfurt am Main über Hannover nach Hamburg, Bremen und Berlin. Am Abend nannte die Deutsche Bahn weitere Details.

Zentraler Abschnitt im deutschen ICE-Netz: Die Schnellstrecke Hannover-Kassel (Bildmitte). Grafik: Deutsche Bahn
Zentraler Abschnitt im deutschen ICE-Netz: Die Schnellstrecke Hannover-Kassel (Bildmitte). Grafik: Deutsche Bahn

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Verzögerungen stehen schon im Fahrplan

In Franken und zwischen Göttingen und Hamburg wird die Bahn monatelang gesperrt

Neubaustrecke der Deutschen Bahn, hier die Saaletalbrücke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig. ©Foto: Rietig
Neubaustrecke der Deutschen Bahn, hier die Saaletalbrücke zwischen Erfurt und Halle/Leipzig. ©Foto: Rietig

Berlin, 01. Februar (ssl) Bahnkunden müssen auch in diesem Jahr mit umfangreichen Baustellen auf dem deutschen Schienennetz rechnen. Die Deutsche Bahn betonte am Montag (01. Februar) aber, sie werde versuchen, die daraus entstehenden Verzögerungen so gering wie möglich zu halten. Dazu sollen unter anderem Vollsperrungen über mehrere Wochen und Monate dienen, in denen dann alle auf den betroffenen Abschnitten erforderlichen Arbeiten erledigt werden. Außerdem würden die entstehenden Verzögerungen dank etwa zweijähriger Vorausplanung in den Fahrplan eingearbeitet, sodass de jure kaum Verspätungen vorkommen sollen. Verzögerungen stehen schon im Fahrplan weiterlesen

Wer wie hoch bei Verspätungen haftet

Von Pünktlichkeit und Fahrgastrechten bei Bus und Bahn

Berlin, 15. Dezember (ssl) Fernbus gegen Fernzug – gibt es da ungerechtfertigte Bevorzugung des einen oder anderen durch den Gesetzgeber bzw. den Staat als eventuellen Subventionierer? Eine Podiumsdiskussion der Allianz pro Schiene in der vergangenen Woche brachte zunächst einen Austausch der allseits bekannten Argumente von Bahn- und Busfreunden: Keine Maut für Busse, dafür aber Besteuerung von allem möglichen, Lohndumping-Verdacht bei Busfahrern und so weiter. Hier geht es aber jetzt um Fahrgastrechte, ein wichtiges Element der Reise, wo die Deutsche Bahn gerade tiefrote Pünktlichkeitszahlen im Fernverkehr schreibt.

Ob die Pünktlichkeit mit der neuen Schnellstrecke besser wird? Ein ICE-T auf und unter der neuen Saale-Elster-Talbrücke kurz vor Halle. ©Foto: Rietig
Ob die Pünktlichkeit mit der neuen Schnellstrecke besser wird? Ein ICE-T auf und unter der neuen Saale-Elster-Talbrücke kurz vor Halle. ©Foto: Rietig

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Abzweig auf der Brücke

Unterwegs auf der Neubaustrecke Leipzig-Erfurt

Berlin, 15. November (ssl) Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich soll in einem Monat ein zentrales Teilstück der Bahn-Neubaustrecke Berlin-Nürnberg dem fahrplanmäßigen Verkehr übergeben: die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Leipzig/Halle und Erfurt. Dieser Tage finden Testfahrten mit ICE-T-Triebzügen statt, bei denen die Lokführer Streckenkenntnis erwerben und in das Leit- und Sicherheitssystem ETCS eingewiesen werden sollen, ohne das Züge auf dieser Strecke nicht mehr fahren können. Auf einer der Messfahrten waren Journalisten dabei.

Unterwegs mit Tempo 219 mit dem ICE-T auf Messfahrt Richtung Erfurt. © alle Fotos: Rietig
Unterwegs mit Tempo 219 mit dem ICE-T auf Messfahrt Richtung Erfurt. © alle Fotos: Rietig

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Manchmal geht bei der Bahn alles schief

Als der ICE 893 Berlin-Leipzig alle Macken auf einmal hatte

(Aktualisierte Fassung, neu: DB erstattet Teil des Ticketpreises)

Berlin, 13. November (ssl) Man kennt das ja: Mal hat der Zug Verspätung, mal verpasst man einen Anschluss. Nachstehend das minutengenaue Protokoll einer Zugfahrt von Berlin nach Leipzig am Abend des 12. November, bei dem alles auf einmal schiefging. Aus 72 Minuten wurden knapp drei Stunden. 

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Doppelstock-Intercity IC 2 kommt im Dezember

Bahn stellt neue Zuggeneration und Service-Offensive vor

Berlin, 25. September (ssl) Die Deutsche Bahn macht ernst mit ihrer Service-Offensive. Neue Züge, mehr Verbindungen und zusätzlicher Service sollen in den nächsten Jahren mehr Fahrgäste in die Fernverkehrszüge locken.

Der Steuerwagen des neuen IC 2. © alle Fotos: Rietig
Der Steuerwagen des neuen IC 2. © alle Fotos: Rietig

Nicht alle Maßnahmen, die Bahnchef Rüdiger Grube, Personenverkehrsvorstand Berthold Huber und Fernverkehrs-Chefin Birgit Bohle vor einigen Tagen in Berlin und Potsdam vorstellten, sind als Reflex auf den neuen Konkurrenten Fernbus zu verstehen (aber manche schon). So wurden die Doppelstock-Fahrzeuge des neuen Intercity 2 schon vor einigen Jahren bestellt, ebenso wie die nächste Generation des Intercity Express, die bisher unter dem Arbeitstitel ICx läuft, aber künftig ICE 4 heißen soll. Doppelstock-Intercity IC 2 kommt im Dezember weiterlesen

Von überfüllten Talenten und Old-School-Abteilen

Bahn fahren kann so spannend sein

Berlin/Hamburg, 11. August (ssl) Berlin Hauptbahnhof, 10. August, 17.00 Uhr. Feierabend. Mit dem Fahrrad will ich zum Bahnhof Wannsee mit der Bahn fahren. Der Fahrplan bietet bis 17.17 Uhr zwei S-Bahnen an, dazu kommt um 17.11 Uhr der RE1 Richtung Magdeburg und um 17.15 Uhr der RE7 Richtung Dessau. Die Entscheidung fällt für den RE1, weil der am schnellsten in Wannsee ist und weil er (Ferienzeit) wahrscheinlich nicht besonders voll ist. Draußen sind 35 Grad. Im Schatten. Bei einer Abfahrt nach 17.20 Uhr wird es knapp, um die Fähre in Wannsee um 18.00 Uhr noch zu erreichen. Nettofahrzeit laut Fahrplan mit der S-Bahn ca. 26 Minuten, mit dem Regionalexpress ca. 16 Minuten. Von überfüllten Talenten und Old-School-Abteilen weiterlesen

ICE nach London „zurückgestellt“

Der neue ICE fährt erst mal nur nach Paris und nicht nach London. Hier steht er im Frankfurter Hauptbahnhof. Foto: Rietig
Der neue ICE fährt erst mal nur nach Paris und nicht nach London. Hier steht er im Frankfurter Hauptbahnhof. Foto: Rietig

London, 23. Juli (ssl) In England hat die Deutsche Bahn ein starkes Standbein. Das Land ist die Heimatbasis ihrer Tochter Arriva, die europaweit für den Personenverkehr auf der Straße, der Schiene und dem Wasser zuständig ist. Aber wenn die Rede auf die Pläne kommt, den ICE durch den Kanaltunnel nach London fahren zu lassen, tun sich immer neue Hürden auf – oder vielmehr alte, die nun plötzlich ins Blickfeld geraten. Das Projekt ist „zurückgestellt“. ICE nach London „zurückgestellt“ weiterlesen

Fliegen ist wieder viel schöner

Umfrage der Luftverkehrswirtschaft ergibt sehr hohe Unzufriedenheit mit der Bahn

©BDL
©BDL

Berlin, 15. Juli (ssl) Ein niederschmetterndes Ergebnis für die Bahn hat eine Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) gebracht. Das mag mancher als normales Geschäft von Lobbyisten betrachten, aber die Zahlen zeigen so drastische Unterschiede der Verkehrsträger auf, und sie wurden nach BDL-Angaben repräsentativ von der Forschungsgruppe Wahlen erhoben, so dass sie zumindest eine Erwähnung wert sind. Fliegen ist wieder viel schöner weiterlesen

Auf die Minute genau

Sekundenzeiger nur noch an Bahnsteiguhren

An der Südfront des Berliner Hauptbahnhofs: Bahnhofsuhr ohne Sekundenzeiger. © alle Fotos: Rietig
An der Südfront des Berliner Hauptbahnhofs: Bahnhofsuhr ohne Sekundenzeiger. © alle Fotos: Rietig

Berlin, 11. Juli (ssl) Die deutsche Standard-Bahnhofsuhr gibt es jetzt in zwei Varianten: mit und ohne Sekundenzeiger. Letztere hängt nur  noch an Bahnsteigen. Im Berliner Hauptbahnhof prangen sie schon, fein unterschieden. Die abgespeckte Uhr zeige die Zeit in Wartebereichen oder an den Außenfronten der Gebäude an, „wo es nicht auf die Sekunde ankommt“, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Schiene-Straße-Luft-Anfrage mitteilte. Auf den Bahnsteigen dienten die Uhren dagegen nicht nur den Passagieren, sondern auch den Lokführern zur zeitlichen Orientierung, und da sei „die ganz genaue Zeit schon wichtig“. Auf die Minute genau weiterlesen

Im Zug mit Marilyn

Amerikanischer Markenstil lebt an der englischen Ostküste wieder auf

Marilyn im Großraumwagen. © Foto: Rietig
Marilyn im Großraumwagen. © Foto: Rietig

London/Berlin, 8. Juli (ssl) Marilyn Monroe lächelt ihr entwaffnendes Lächeln unter dem Bahnhofsschild des berühmten Grand Central Terminal in New York. Fotos wie dieses von der Schauspielerin wecken sofort jede Menge positive Assoziationen, auch bei Menschen, die die Ukulele-Spielerin in dem, hüstel, Eisenbahnfilm „Manche mögen’s heiß“ noch nie gesehen haben. Monroe-Fan Ian Yeowart hatte den Film natürlich gesehen, als er vor etlichen Jahren auf einen Abzug dieses Bildes stieß und ihn für 50 Pence erwarb. Yeowart ist Managing Director bei der Alliance Rail Holdings im nordenglischen York. Er war zu dieser Zeit auf der Suche nach einem Markenauftritt für eine neue Eisenbahngesellschaft in England, die Yorkshire mit London verbinden wollte. Im Zug mit Marilyn weiterlesen

Mitten durch die Hubbrücke

Der Neuaufbau der Bahnstrecke im Süden und Osten Usedoms ist wieder im Gespräch

Die Hubbrücke bei Karnin. ©Foto: Rietig
Die Hubbrücke bei Karnin. ©Foto: Rietig

Berlin, 9. Juni (ssl) Schon von weitem prägt ein Stahlkoloss die Landschaft im Süden der Insel Usedom. Die 51 Meter hohe Karniner Brücke ist ein Denkmal der deutschen Niederlage im Zweiten Weltkrieg. Die Hubbrücke ist das Mittelstück einer einst zweigleisigen, 360 Meter langen Eisenbahnverbindung vom Festland auf die Insel und nach Swinemünde. Hier wurde militärische Ausrüstung in großen Mengen zur Heeres-Versuchsanstalt Peenemünde mit ihren Raketentestanlagen transportiert. Daneben beförderte die Bahn Touristen zu den florierenden drei „Kaiserbädern“ Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Auch Güterzüge fuhren ins damals deutsche Swinemünde. Mitten durch die Hubbrücke weiterlesen

Osterweiterung mit Kais und Kränen

Die Deutsche Bahn hat auch einen Hafen: Stettin

Containerumschlag im Stettiner Hafen.
Containerumschlag im Stettiner Hafen.

Berlin, 24. Mai (ssl) Am Kai liegen die „Stellar Atlantic“, registriert in Antigua Barbuda und die „Clipper Bari-Star“ unter panamesischer Flagge, zwei Massengutfrachter von beachtlicher Größe. Weiter hinten ein Containerschiff. Es wird gerade beladen – indirekt von der Deutschen Bahn. Die lässt nicht nur Züge und Lastwagen fahren und spielt ganz vorne im internationalen Logistikgeschäft mit. Sie betreibt auch einen Hafen. Es ist der Hafen von Stettin. Osterweiterung mit Kais und Kränen weiterlesen

Interregio reloaded

Bahn führt Regional-Fernverkehr im Takt ein – Homburg: „Größte Kundenoffensive in der Geschichte des DB Fernverkehrs“

Berlin, 18. März (ssl) Mehr schnelle Züge verbinden im Takt mehr Städte als bisher, Platzreservierung kostenlos, mehr Fahrten in ICE-Qualität, Tickets ab 19 Euro – die Deutsche Bahn hat sich mit einem neuen Fernverkehrskonzept von mehreren Prinzipien verabschiedet, die sie noch bis vor kurzem vehement verteidigt hat. Das Konzept soll flächendeckend schrittweise bis 2030 umgesetzt werden und fast alle deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern im Zwei-Stunden-Takt erfassen.

Grafik: Deutsche Bahn
Grafik: Deutsche Bahn

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Weniger Fahrgäste im Nahverkehrsbus, anhaltender Boom beim Fernbus

Schienenfernverkehr ließ nach – Wenig mehr Fluggäste im Inland, deutlicher Zuwachs im Auslandsflugverkehr

Wiesbaden, 11. Februar (ssl) Die Mobilität in Deutschland ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, stiegen die Passagierzahlen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr mit Bussen und Bahnen um 0,6 Prozent und im Luftverkehr um 3,1 Prozent. Bei näherer Betrachtung zeigen sich einige Entwicklungen, die nicht von allen Stakeholdern gerne gesehen werden.

Öfter mal ein leerer Bahnsteig: 2014 war kein gutes Jahr für den Schienenfernverkehr. Foto: Rietig
Öfter mal ein leerer Bahnsteig: 2014 war kein gutes Jahr für den Schienenfernverkehr. Foto: Rietig

Weniger Fahrgäste im Nahverkehrsbus, anhaltender Boom beim Fernbus weiterlesen

Länder wollen 8,5 Milliarden jährlich für S- und U-Bahnen

Verkehrsminister der Länder erwarten Vermittlungsverfahren bei Regionalisierungsmitteln

Berlin, 19. Dezember (ssl) Die Bundesländer haben sich mit Gewerkschaften und Verkehrsunternehmen zusammengeschlossen, um vom Bund mehr Mittel für den Schienennahverkehr zu erhalten. Dabei geht es um rund acht Milliarden Euro jährlich. Derzeit sind es 7,3 Milliarden Euro Bundesmittel; die Länder wollen 8,5 Milliarden 2015 und dann jeweils 2,7 Prozent mehr. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann kündigte am Freitag (19. Dezember) in Berlin an, die Länder würden ihre Forderung im Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat durchzusetzen versuchen.

Länder wollen mehr Geld für den Schienennahverkehr vom Bund. Hier ein Doppelstock-Triebzug der ODEG, wie er in Berlin fährt. Foto: stadlerrrail.com
Länder wollen mehr Geld für den Schienennahverkehr vom Bund. Hier ein Doppelstock-Triebzug der ODEG, wie er in Berlin fährt. Foto: stadlerrrail.com

Länder wollen 8,5 Milliarden jährlich für S- und U-Bahnen weiterlesen

Bahnpolitik nach dem Motto: „Links blinken, rechts abbiegen“

EVG-Chef und Bahn-Aufsichtsratsvize Kirchner zieht enttäuschende Bilanz nach einem Jahr Großer Koalition

Dunkle Wolken über der Bahnzukunft. Foto: Rietig
Dunkle Wolken über der Bahnzukunft. Foto: Rietig

Berlin, 12. Dezember (ssl) Der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft EVG und stellvertretende Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn AG, Alexander Kirchner, hat nach einem Jahr Großer Koalition eine enttäuschende Bilanz der Regierungspolitik gezogen. Entgegen vielversprechenden Aussagen im Koalitionsvertrag habe die praktische Politik viel getan, um „mehr Verkehr auf der Schiene“ zu verhindern, sagte Kirchner am Donnerstag Abend (11. Dezember) bei einer Veranstaltung der Allianz pro Schiene. Bahnpolitik nach dem Motto: „Links blinken, rechts abbiegen“ weiterlesen

Todesrisiko im Auto 58 Mal höher als im Zug

Grafik: Allianz pro Schiene
Grafik: Allianz pro Schiene

Berlin, 11. Dezember (ssl) Die Eisenbahn ist nach Berechnungen der Allianz pro Schiene immer noch das sicherste Verkehrsmittel. Bezogen auf die Anzahl der Reisenden, war in den zurückliegenden zehn Jahren das Risiko, bei einer Autofahrt ums Leben zu kommen, 58 Mal so hoch wie im Zug. Selbst in dem als sehr sicher geltenden Bus sei das Risiko noch viermal höher als in der Bahn, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, in Berlin. Das Verletzungsrisiko im Auto ist 111 Mal und im Bus 33 Mal höher als im Zug.

Dieses Verhältnis trifft laut Flege im wesentlichen auf alle EU-Staaten zu, wobei Deutschland bei den im Autoverkehr getöteten Fahrgästen an viertbester Stelle mit 2,66 Verkehrstoten pro Milliarde gefahrener Kilometer liegt. Noch sicherer ist das Autofahren lediglich im Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Schweden. Flege nahm die Zahlen zum Anlass für den Hinweis, dass die Anzahl der in Unfälle mit Todesfolge verwickelten Lkw mit 20 Prozent deutlich höher ist als ihr Anteil am Verkehr allgemein, der lediglich bei sechs Prozent liegt. Deshalb wollten die Bürger auch keine Lang-Lkw, sagte Flege, weil die „Gigaliner“ in ihren Augen das Unfallrisiko weiter erhöhten.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland sinkt seit einigen Jahren nicht mehr stetig. Nach der neuesten Prognose des Statistischen Bundesamtes steigt sie im Jahr 2014 sogar, wenn auch nur leicht. Eine drastische Steigerung verzeichnen die Statistiker in der Altersgruppe der Jugendlichen von 15 bis 18 Jahren. Das nahm der Geschäftsführer des Automobilclub Verkehr (ACV), Horst Metzler, zum Anlass, Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Verkehr zu fordern, die besonders die stärkere Nutzung von Smartphones bei Verkehrsteilnehmern berücksichtigen. Das werde ein wichtiges Thema auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar im Januar, sagte Metzler.

Die im Dunkeln

„Und man siehet die im Lichte /  Die im Dunkeln sieht man nicht.“ (Bertolt Brecht, „Dreigroschenoper„, 1930)

© Thomas Rietig
Das Foto entstand mit Genehmigung der abgebildeten Personen. © Thomas Rietig

Aber sie haben auch einen eigenen Weihnachtsbaum, unter der ICE- und S-Bahn-Trasse am Bahnhof Zoologischer Garten, 300 Meter vom Waldorf Astoria Hotel (Eigenwerbung: „This is true luxury“) entfernt. Der Baum hat keine Nadeln, geschweige denn Blätter, aber ein paar bunte Kugeln. Und ein Weihnachtsmann hangelt sich dran hoch.  Es werden übrigens – zumindest gefühlt – immer mehr „im Dunkeln“, nicht nur am Zoo, auch im Tiergarten, am Bahnhof Friedrichstraße und anderswo.  So werden die wohnungsbesitzenden bzw. -innehabenden Berliner- wenn sie es denn sehen – ab und zu daran erinnert, wie gut es ihnen geht. Fördert auch die Spendenbereitschaft.

Zum Weiterlesen ein aktueller Artikel aus euractiv.de hier: Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland wächst, sagt die OECD.

Nachtlager neben Müllcontainern unter dem S-Bahn-Bogen. In der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Foto: Thomas Rietig
Nachtlager neben Müllcontainern unter dem S-Bahn-Bogen. In der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Foto: Thomas Rietig

Bahn verklagt Airlines auf Milliarden-Schadenersatz

Wegen Kartellabsprachen bei Frachttarifen – Auch Lufthansa betroffen

DB Schenker versendet jährlich rund eine Million Tonnen Luftfracht. Foto: DB Schenker
DB Schenker versendet jährlich rund eine Million Tonnen Luftfracht. Foto: DB Schenker

Berlin, 01. Dezember (ssl) Die Deutsche Bahn hat die Deutsche Lufthansa und andere Fluggesellschaften aus aller Welt auf Schadenersatz in Milliardenhöhe wegen Kartellabsprachen bei Luftfrachttarifen verklagt. Insgesamt geht es um mehr als zwei Milliarden Euro, wie der Leiter der Kartellrechtsabteilung der DB AG, Christopher Rother, am Montag erklärte. Anlass sind Absprachen zwischen führenden Frachtflug-Carriern zwischen 1999 und mindestens 2006. Wegen der rechtswidrigen Preisabsprachen sind die betroffenen Fluggesellschaften bereits von der EU-Kommission und dem Justizministerium der Vereinigten Staaten zu hohen Geldbußen verurteilt worden. Davon war lediglich die Lufthansa ausgenommen, die als Kronzeuge die Machenschaften ans Licht gebracht hatte. Bahn verklagt Airlines auf Milliarden-Schadenersatz weiterlesen

Wie Busse die Teilung Berlins beendeten

Von Jürgen Voges

Berlin, 6. November (ssl) An Großereignissen wirken neben den bekannten Regisseuren stets viele namenlose Akteure mit, die in den Geschichtsbüchern kaum Erwähnung finden. Vor 25 Jahren beim Fall der Berliner Mauer waren es vor allem Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe in Ost und West, die mit Improvisationstalent und vielen Überstunden dafür sorgten, dass die wieder offene Grenze tatsächlich für die andrängenden Menschenmassen auch passierbar blieb. Ohne ihr Engagement und ihre berufliche Disziplin hätten anstelle der Mauer bald Verkehrschaos und Dauerstau den Osten wieder vom Westen abgeschnitten. Diesen Mitarbeitern der BVB im Osten und der BVG im Westen verhilft das Buch von Thomas Rietig „Mit Bus und Bahn durch die Mauer“ zu ihrem Recht.

Netzkarte der BVB (Ost) 1959. Man beachte die feine Differenzierung zwischen "West-Berlin" und "Demokratischem Berlin". Plan: BVG-Archiv
Netzkarte der BVB (Ost) 1959. Man beachte die feine Differenzierung zwischen „West-Berlin“ und „Demokratischem Berlin“. Plan: BVG-Archiv

Wie Busse die Teilung Berlins beendeten weiterlesen

Ein Streik zur Wahrung der Grundrechte?

Gedanken über die Angemessenheit des Ausstandes der GDL – Es trifft die Falschen

Spektakuläre Hochwasserfolge 2013: Die Bahn- Schnellstrecke Berlin-Hannover war wegen des Elbehochwassers für Monate gesperrt. Foto DB AG
Nein, das war nicht die GDL . Diese Knüppel hat das Hochwasser 2013 auf die Schienen geworfen. Foto DB AG

Berlin, 04. November (ssl) Fast 100 Stunden bestreikt die GDL die Bahn: Betroffen sind vor allem die Fahrgäste, die allgemeine wirtschaftliche Versorgung und die Deutsche Bahn. Verglichen damit ein ganz kleines bisschen betroffen sind möglicherweise auch jene Bahnmitarbeiter, die Mitglied der Konkurrenzgewerkschaft EVG sind, weil ihnen mangels Arbeit Zuschläge und Zulagen entgehen.

Die GDL fühlt sich laut eigenen Aussagen als Wahrer der grundgesetzlich garantierten Koalitionsfreiheit. „Dieses Grundrecht ist in Gefahr“, zitiert „Spiegel online“ am Dienstag den Gewerkschaftschef Claus Weselsky. Aber muss man dafür einen einsamen Rekordstreik starten? Ein Streik zur Wahrung der Grundrechte? weiterlesen

Eine Mauer ohne Dauer im S-Bahnhof

Ben Wagins Installation steht nahe der Mauer-Gedenkstätte – S-Bahn legt Mauerfall-Wochenendticket auf

Aktionskünstler Ben Wagin (2.v.rechts) erklärt Besuchern seine Installation. Im Hintergrund der Berliner Bausenator und designierte Regierende Bürgermeister Michael Müller (Mitte). Foto: Rietig
Aktionskünstler Ben Wagin (2.v.rechts) erklärt Besuchern seine Installation. Im Hintergrund der Berliner Bausenator und designierte Regierende Bürgermeister Michael Müller (Mitte). Foto: Rietig

Berlin, 23. Oktober (ssl) Eine Berliner Mauer aus Aktenordnern, zerschnittenen Arbeitskitteln, CDs und skelettierten Menschen, die durch Mauerzinnen schauen – so sieht die Installation „Mauer – keine Dauer“ des Aktionskünstlers Ben Wagin aus, die seit Donnerstag, 23. Oktober im Berliner S-Bahnhof Nordbahnhof gezeigt wird. Sie wird damit aus Anlass des 25. Jubiläums des Mauerfalls Teil der Dokumentation über die „Geisterbahnhöfe“ in der Schalterhalle des Bahnhofs. Von 1961 bis 1989 war der Nordbahnhof eine von vielen unterirdischen U- und S-Bahn-Stationen, durch die Züge von West-Berlin unter Ost-Berlin hindurch wieder nach West-Berlin ohne Halt durchfuhren. Eine Mauer ohne Dauer im S-Bahnhof weiterlesen

Rennstrecke von Hauptstadt zu heimlicher Hauptstadt

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 8 nimmt Formen an – Erste Verbesserungen ab Ende 2015 spürbar

Streckenbesichtigung nahe Kalzendorf. Hier verschwinden ICE-Züge ab 2017 mit fahrplanmäßig 300 km/h im Tunnel. Foto: Rietig
Streckenbesichtigung nahe Kalzendorf. Hier verschwinden ICE-Züge ab 2017 mit fahrplanmäßig 300 km/h im Tunnel. Foto: Rietig

Kalzendorf, 22. Oktober (ssl) Das „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 8“ – die Bahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München durch den Thüringer Wald –  ist nach sehr zähem Anlauf inzwischen zu einer riesigen, mehrere hundert Kilometer langen Baustelle geworden. Die ersten Vorteile des Ausbaus können Bahnkunden schon selbst erfahren, und Ende 2015 machen sich massive Fahrzeitverkürzungen bemerkbar. Rennstrecke von Hauptstadt zu heimlicher Hauptstadt weiterlesen

Die Metamorphose der Hybridlokomotive

Hybrid-Lok von Alstom für VW trug vorübergehend den DB-Keks

Berlin, 27. September (ssl) Die Alstom H3, eine neuentwickelte Hybridlokomotive für Diesel- und Batteriebetrieb, war eines der Highlights auf der diesjährigen Innotrans. Klar, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und der Vorstandschef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, es sich nicht nehmen ließen, bei ihrem Rundgang über die weltgrößte Messe für Schienenverkehr in Berlin zusammen die Hüllen um das schöne Stück fallen zu lassen. Was zunächst wegen des DB-Logos am Führerstand kaum jemandem auffiel: Es war keine Lok für die Deutsche Bahn, sondern eine für die Volkswagen AG. Deren Logo kam dann erst später drauf. Die DB hat aber auch welche bestellt.

Die Hüllen fallen. Verkehrsminister Dobrindt und Bahnchef Grube vor der Volkswagen-Lok.
Die Hüllen fallen. Die Hybridlok H3 von Alstom wird mit DB-Keks feierlich enthüllt..

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Das Internet der Lokomotiven

DB Schenker Rail digitalisiert und vernetzt Güterzugloks

Berlin, 11. September (ssl) „Unsere Lokomotiven sollen auch wissen, wie es ihnen geht.“ Markus Hunkel, Vorstand Produktion bei DB Schenker Rail AG, hat geradezu menschliche Züge an den Maschinen seines Unternehmens entdeckt. „Wir geben ihnen Thermometer, Arzt und Rezeptblock gleich mit.“ Im Ernst: Das Internet der Dinge macht auch vor den Güterzuglokomotiven der Deutschen Bahn nicht Halt. 

Eine moderne Elektrolok der Baureihe 189, hier vor einem gemischten Personen- und Güterzug, dem ersten, der von Deutschland nach Moskau auf die Reise ging. Das Bild entstand 2005 am Bahnhof Seddin südwestlich von Berlin.
Eine moderne Elektrolok der Baureihe 189, hier vor einem gemischten Personen- und Güterzug, dem ersten, der von Deutschland nach Moskau auf die Reise ging. Das Bild entstand 2005 am Bahnhof Seddin südwestlich von Berlin.

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Güterzug rammt Eurocity – 35 Verletzte

Berlin, 2. August (ssl) Bei einem schweren Zugunglück im Gleisfeld des Mannheimer Hauptbahnhofs sind am Freitagabend gegen 20.50 Uhr 35 Menschen verletzt worden, vier davon schwer. Wie die Bahn am Samstagmorgen mitteilte, fuhr ein Güterzug einem Eurocity in die Seite, der mit rund 250 Reisenden besetzt war. Fünf Waggons des Eurocity 216 Graz-Saarbrücken entgleisten, zwei von ihnen kippten um. Der Güterzug des Bahnunternehmens ERS Railways war von Duisburg ins ungarische Sopron unterwegs. Der Mannheimer Hauptbahnhof war in der Nacht für mehrere Stunden gesperrt.

Noch nicht mal italienische Verhältnisse bei Schieneninvestitionen

Hunderte Güterzüge im Rückstau.
Zuwenig Investitionen in die Infrastruktur, kritisiert die Allianz pro Schiene. 

Berlin, 3. Juli (ssl) Deutschland investiert pro Kopf der Bevölkerung weniger als Italien in Ausbau und Erhalt seines Schienennetzes. Im Vergleich mit ausgewählten Staaten West- und Südeuropas liegt die Bundesrepublik mit 54 Euro im Jahr 2013 an drittletzter Stelle, wie die Allianz pro Schiene am Donnerstag in Berlin kritisierte. Noch nicht mal italienische Verhältnisse bei Schieneninvestitionen weiterlesen

14 Milliarden zur „Verbindung zweier Rapsfelder“

NABU bezieht Position gegen Feste Fehmarnbeltquerung (Elbtunnel-Vergleich im sechsten Absatz berichtigt: 150.000 Fahrzeuge täglich, nicht 15.000)

Ein ICE aus Kopenhagen verlässt das Fährschiff im Hafen von Puttgarden.
Ein ICE aus Kopenhagen verlässt das Fährschiff im Hafen von Puttgarden.

Berlin, 03. Juli (ssl) Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat seine Einwendungen gegen die Feste Fehmarnbeltquerung zwischen Deutschland und Dänemark eingereicht. Er hält den geplanten Tunnel für überflüssig, für zu teuer, für juristisch fragwürdig und ökologisch bedenklich. Nach Angaben der Betreiber soll die Straßen- und Eisenbahnverbindung alles in allem 6,5 Milliarden Euro einschließlich der Anbindung auf deutscher Seite kosten, nach Angaben des NABU könnten am Ende 14 Milliarden auf der Rechnung stehen. 14 Milliarden zur „Verbindung zweier Rapsfelder“ weiterlesen

Gemütlich mit dem Kurswagen auf die Insel

Bahn bietet umsteigefreie Verbindungen zur Fähre nach Föhr und Amrum an

Berlin, 16. April (ssl) Der Hafen von Dagebüll am schleswig-holsteinischen Wattenmeer  besteht praktisch nur aus dem Anleger der Fähren zu den Inseln Föhr und Amrum. Er ist mit dem Zug direkt erreichbar, selbst aus entfernten Regionen wie Berlin, Köln oder Stuttgart. Denn seit dem 12. April und bis zum 26. Oktober bietet die Deutsche Bahn wieder Kurswagen aus dem Binnenland nach Dagebüll Mole an.

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Bahn und (Watten-) Meer. Auf der Mole von Dagebüll.

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Bahnunternehmen zahlen kleine EEG-Umlage

Von Jürgen Voges

Berlin, 8. April (ssl) Alle Bahnunternehmen müssen sich über die Ökostromumlage künftig an der Finanzierung der Energiewende beteiligen. Mit dem Verkehrsministerium habe er sich darauf verständigt, die Belastungen durch die Umlage zwischen allen Schienenunternehmen fair zu verteilen, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Dienstag im Berlin bei der Vorstellung der zuvor vom Bundeskabinett gebilligten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Bahnunternehmen zahlen kleine EEG-Umlage weiterlesen

Bahnindustrie: Eine Milliarde Einbußen durch Zulassungsverfahren

Martin Lange von Alstom löst Michael Clausecker als Verbandspräsident ab

(aktualisiert, neu im letzten Absatz: Präsidenten-Wechsel)

Berlin, 8. April (ssl) Die deutsche Bahnindustrie hat die Gewinneinbußen durch Verzögerungen bei Zulassungsverfahren für Lokomotiven und Wagen auf kumuliert fast eine Milliarde Euro beziffert. Diese Zahl nannte der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), Michael Clausecker, am Dienstag in Berlin bei der Jahrespressekonferenz. Clausecker begrüßte zugleich, dass das Bundesverkehrsministerium als übergeordnete Behörde des Eisenbahn-Bundesamtes im vergangenen Sommer eine Übergangsregelung zur Reform der Zulassungsprozesse in Kraft gesetzt hat.

Auftragseingang der deutschen Bahnindustrie 2011-2013. Quelle: VDB
Auftragseingang der deutschen Bahnindustrie 2011-2013. Quelle: VDB

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Für die Deutsche Bahn ist das Ziel London viele Jahre entfernt

Neue Siemens-Velaros fahren zwischen Köln und Stuttgart – Paris und Brüssel als Ziele haben hohe Priorität

Frankfurt(M)/Köln, 18. Februar (ssl) Eine durchgehende Bahnverbindung der Deutschen Bahn nach London ist in weite Ferne gerückt. Bei einer Pressefahrt aus Anlass der Auslieferung der ersten ICE-Züge des Siemens-Typs Velaro D wollte sich der Produktionsvorstand von DB Fernverkehr, Andreas Busemann, am Dienstag nicht darauf festlegen lassen, dass diese einst zu den Olympischen Spielen in London 2012 geplante Verbindung noch in diesem Jahrzehnt realisiert wird.

Busemann nahm demonstrativ einen großen Zugschlüssel von dem für Hochgeschwindigkeitszüge zuständigen Siemens-Chef Jürgen Wilder entgegen. Bis Ende März sollen acht der bestellten 16 Velaro-ICE bei der Bahn angekommen sein. Das Gesamtvolumen der gut zwei Jahre  zu spät gelieferten Züge beläuft sich auf etwa eine halbe Milliarde Euro.

Jetzt gehört der ICE3 Velaro D offiziell der DB. Schlüsselübergabe in Frankfurt von Jürgen Wilder (Siemens, links) an Andreas Busemann.
Jetzt gehört der ICE3 Velaro D offiziell der DB. Schlüsselübergabe in Frankfurt von Jürgen Wilder (Siemens, links) an Andreas Busemann.

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Deutliche Mehrheit der Schweizer für Bahn-Infrastrukturfonds

62 Prozent befürworten Lösung für stabiles Finanzierungsmodell (aktualisiert mit Zitaten des Schweizer Botschafters in der Bundesrepublik im ersten und vierten Absatz)

Der Bahninfrastrukturfonds (BIF) der Schweiz.
Der Bahninfrastrukturfonds (BIF) der Schweiz.

Berlin, 9. Februar (ssl) Im Windschatten der Volksabstimmung „Gegen Masseneinwanderung“ hat sich das Wahlvolk der Schweiz am Sonntag mit einer überraschend deutlichen Mehrheit von 62 Prozent der Stimmbürger für die Schaffung eines milliardenschweren Schienenfonds ausgesprochen. Damit ist die Finanzierung der Infrastruktur auf Jahre hinaus gesichert und von haushaltspolitischen Überlegungen des Parlaments weitgehend unabhängig.Der Schweizer Botschafter Tim Guldimann würdigte die Entscheidung: Mit der Zustimmung verfüge die Schweiz „über eine zukunftsträchtige, nachhaltige Finanzierung“. Deutliche Mehrheit der Schweizer für Bahn-Infrastrukturfonds weiterlesen

Milliarden für Verkehrswege in den Alpen

Schweiz stimmt am Sonntag über Fondslösung zur Finanzierung der Infrastruktur ab

 

Der Bahninfrastrukturfonds (BIF) der Schweiz.
Der Bahninfrastrukturfonds (BIF) der Schweiz.

Berlin, 6. Februar (ssl) Über die Schaffung eines milliardenschweren Fonds für die Schieneninfrastruktur stimmt die Bevölkerung der Schweiz am Sonntag (9. Februar) ab. Sollte die Abstimmung positiv ausgehen, so wird die Finanzierung auf Jahre hinaus gesichert und von haushaltspolitischen Überlegungen des Parlaments weitgehend unabhängig gestaltet. Milliarden für Verkehrswege in den Alpen weiterlesen

Tickets für Busse und Bahnen werden wohl um 3,5 Prozent teurer

Verkehrsunternehmen beklagen mangelnde Nachhaltigkeit bei Finanzierungsinstrumenten – Kostendeckungsgrad gesunken – Lärmreduzierungs-Vorgaben des Koalitionsvertrags angeblich unerfüllbar

Nahverkehrspreise werden dieses Jahr um drei bis 3,5 Prozent steigen. Hier ein Doppelstock-Triebzug der ODEG, wie er in Berlin fährt. Foto: stadlerrrail.com
Nahverkehrspreise werden dieses Jahr um drei bis 3,5 Prozent steigen. Hier ein Doppelstock-Triebzug der ODEG, wie er in Berlin fährt. Foto: stadlerrrail.com

Berlin, 6. Februar (ssl) Trotz Fahrgastzuwachs und höherer Einnahmen aus Ticketpreisen ist der Kostendeckungsgrad im öffentlichen Nahverkehr auf 77,1 Prozent gesunken. Unter anderem deshalb dürften die Fahrpreise im öffentlichen Verkehr in diesem Jahr wieder um drei bis 3,5 Prozent steigen, wie der Präsident des Verbandes der deutschen Verkehrsunternehmen (VDV), Jürgen Fenske, am Donnerstag in Berlin erklärte. „Der wirtschaftliche Druck wird in den nächsten Jahren nicht leichter werden“, sagte er und mahnte bei der Politik die seit Jahren anstehende Neuverhandlung der Finanzierungsinstrumente an. Tickets für Busse und Bahnen werden wohl um 3,5 Prozent teurer weiterlesen

Bahn-Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Bewerbung um Berliner S-Bahn-Teilnetz

Berlin, 30. Januar (ssl) Die S-Bahn Berlin GmbH wird sich für die Ausschreibung des Ringbahn-Teilnetzes in der Hauptstadt bewerben. Dafür gab der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG am Donnerstag grünes Licht. Damit ist zugleich ein Vorschlag vom Tisch, demzufolge sich die DB AG als Teil eines Konsortiums mit den Bahnindustrie-Konzernen Siemens und Stadler um diese Ausschreibung bewerben wollte. Bahn-Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Bewerbung um Berliner S-Bahn-Teilnetz weiterlesen

Hindenburgdamm ist kein Geheimnis mehr

Der Hindenburgdamm ist kein Geheimnis mehr. Foto © Michael Bausch
Der Hindenburgdamm ist kein Geheimnis mehr. Foto © Michael Bausch

Bahn muss dänischem Telekommunikationsunternehmen Angebot zur Kabelverlegung vorlegen – Streckenabschnitte zunächst als Geschäftsgeheimnis behandelt (aktualisiert, mehr im letzten Absatz zur Geheimnisfrage)

Berlin, 28.-30.Januar (ssl) dänischen Telekommunikationsanbieter GlobalConnect A/S innerhalb eines Monats ein Angebot für die Verlegung eines Glasfaserkabels über den Hindenburgdamm nach Sylt unterbreiten. Versäumt sie das, droht ihr ein Zwangsgeld von 75. 000 Euro. Diese Entscheidung gab die Bundesnetzagentur am Dienstag bekannt.

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Bahn gibt Berufseinsteigern seit zehn Jahren zweite Chance

Bis jetzt 4.000 „Chance plus“-Teilnehmer – Erfolgsquote von 75 Prozent höher als der Bundesdurchschnitt

Berlin, 27. Januar (ssl) Rund 4.000 junge Leute haben seit 2004 das Berufsvorbereitungsprogramm „Chance plus“ der Deutschen Bahn durchlaufen. Mit einer Erfolgsquote von 75 Prozent liegt der Staatskonzern deutlich über dem Bundesdurchschnitt der Berufseinstiegsprogramme von zwei Dritteln, wie DB-Personalvorstand Ulrich Weber und Raimund Becker von der Bundesagentur für Arbeit am Montag in Berlin berichteten. Weber erklärte zum zehnjährigen Jubiläum von „Chance plus“, die Bahn werde das Programm auf jeden Fall fortführen. Es sei „unverändert aktuell und zeitgemäß“. Bahn gibt Berufseinsteigern seit zehn Jahren zweite Chance weiterlesen

Kein Winter, keine Baustellen – Bahn superpünktlich

Fernverkehr schafft im Dezember fast wieder 80 Prozent (aktualisiert mit Dezember-Werten)

Berlin, 15. Januar (ssl) Über ungewöhnlich pünktliche Züge können sich die Fahrgäste der Deutschen Bahn seit gut einem Monat freuen. Das berichtete Bahnchef Rüdiger Grube bei einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums am Dienstagabend in Berlin. Ursachen dafür seien der bislang milde Winter und der Umstand, dass es jahreszeitlich bedingt nur wenige Baustellen im Schienennetz gebe.

Wie pünktlich war der Zug? Die Kurve ging im Dezember nach oben. Der milde Winter und wenige Baustellen halfen der Bahn. Grafik DB AG
Wie pünktlich war der Zug? Die Kurve ging im Dezember nach oben. Der milde Winter und wenige Baustellen halfen der Bahn. Grafik DB AG

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Bahnchef Grube droht mit zehnprozentiger Preiserhöhung

Falls EEG-Ausnahmeregelung abgeschafft wird

 Wer mit ihm fährt reist in der Regel CO2-frei. Der ICE 3, Baureihe 407. Foto: Siemens
Wer mit ihm fährt reist in der Regel CO2-frei. Der ICE 3, Baureihe 407. Foto: Siemens

Berlin, 15. Januar (ssl) Der Vorstandschef der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, hat mit einer etwa zehnprozentigen Erhöhung der Fahrpreise für den Fall gedroht, dass für sein Unternehmen künftig nicht mehr die Ausnahmeregelung bei der EEG-Umlage gilt. Sollte die Bahn künftig die volle Umlage zahlen müssen, so kämen „Ausgaben in Höhe von ungefähr 500 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich“ auf uns zu, sagte Grube am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des Deutschen Verkehrsforums (DVF) in Berlin. Das würde sich natürlich auf die Fahrpreise niederschlagen. Bahnchef Grube droht mit zehnprozentiger Preiserhöhung weiterlesen

Todesrisiko im Auto 54 Mal höher als im Zug

Busse deutlich sicherer als Pkw – Trotz sinkender Zahl der Toten im Straßenverkehr

Das Todesrisiko beim Autofahren ist 54 Mal höher als beim Bahnfahren. Der Bus ist immerhin deutlich sicherer als der Pkw. Grafik: Allianz pro Schiene
Das Todesrisiko beim Autofahren ist 54 Mal höher als beim Bahnfahren. Der Bus ist immerhin deutlich sicherer als der Pkw. Grafik: Allianz pro Schiene

Berlin, 12. Dezember (ssl) Beim Autofahren ist das Todesrisiko 54 Mal so hoch wie bei Eisenbahnfahrten. Das geht aus einer Zusammenschau der Verkehrsopferstatistiken von 2004 bis 2012  hervor, die die Allianz pro Schiene am Donnerstag (12. Dezember) in Berlin vorstellte. Beim Verletzungsrisiko zeigt sich der Sicherheitsbonus der Bahn sogar noch deutlicher: Bezogen auf die Personenkilometer ist die Wahrscheinlichkeit, sich als Reisender zu verletzen, mit dem Auto 109 Mal größer als beim Bahnfahren.  Todesrisiko im Auto 54 Mal höher als im Zug weiterlesen

Die Schweiz finanziert Verkehrsinfrastruktur aus einem Guss

Interview mit Botschafter Guldimann – Modell-Lösung auch für Deutschland

Tim Guldimann, Botschafter der Schweiz in der Bundesrepublik.
Tim Guldimann, Botschafter der Schweiz in der Bundesrepublik. Foto: Schweizerische Botschaft

Integrierte Verkehrspolitik, hohes Lärmschutzbewusstsein, eine Finanzierung abgekoppelt von jährlichen Haushaltsdiskussionen und plebiszitäre Absicherung von Großprojekten: So löst die Schweiz ihre Probleme bei Finanzierung und Realisierung der Verkehrsinfrastruktur. Ihr Botschafter in der Bundesrepublik, Tim Guldimann, hat der deutschen Politik einen Blick auf die Modelle der südlichen Nachbarn empfohlen. Die dortige Fondslösung zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur wird auch von den deutschen Bundesländern für die milliardenteure Sanierung der teils maroden Schienen und Straßen befürwortet. Die Schweiz finanziert Verkehrsinfrastruktur aus einem Guss weiterlesen

Kupferdiebe machten deutlich weniger Beute

Im ersten Halbjahr 47,2 Prozent weniger Buntmetall geklaut – Ursachen: Koordinierte Bekämpfung, aber auch Marktpreisverfall

Buntmetalldiebe haben im ersten Halbjahr deutlich weniger Beute gemacht als im Vergleichszeitraum 2012. Die Menge des erbeuteten Metalls ging bundesweit um 47,2 Prozent von 693 auf 365 Tonnen zurück, wie die Deutsche Bahn und die Bundespolizei am Montag in Berlin mitteilten. Als Ursache nannten sie die koordinierten Anstrengungen der Betroffenen und der Behörden. Aber auch der Marktpreis kann eine Rolle gespielt haben: Er sank in den letzten Jahren um die Hälfte von über 10.000 US-Dollar auf um die 7.000 Dollar pro Tonne. Kupferdiebe machten deutlich weniger Beute weiterlesen

Länderverkehrsminister für Ausweitung der Lkw-Maut

Auf alle Bundesstraßen und auf Fahrzeuge schon ab 7,5 Tonnen – Bringt 2,3 Milliarden – Zur Aufarbeitung des Investitionsstaus – Maut für Fernbusse abgelehnt – Sondervermögen zum Erhalt und Instandhaltung der Infrastruktur 

Berlin, 2. Oktober (ssl) Die Lkw-Maut soll nach einer Empfehlung der Verkehrsminister aller Bundesländer auf alle Bundesstraßen und auf Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen ausgeweitet werden. Der Vorschlag ist Teil eines Pakets von Maßnahmen zur Sanierung der maroden Schienen-, Straßen- und Wasserstraßen-Infrastruktur, das die Ressortchefs am Mittwoch in Berlin beschlossen. Dazu gehört auch die Einrichtung eines Sondervermögens vom insgesamt knapp 40 Milliarden Euro über 20 Jahre, in den diese Mittel fließen sollen. Länderverkehrsminister für Ausweitung der Lkw-Maut weiterlesen

Bodewig-Kommission empfiehlt grundlegende Finanzierungsreform für Verkehr

Fondsmodell findet Zuspruch – Vor Stellungnahme der Verkehrsministerkonferenz – Ausweitung der Lkw-Maut angeregt – Skepsis gegenüber Pkw-Maut

Berlin, 1. Oktober (ssl)  Das Geld für die dringend notwendigen Reparaturen der deutschen Verkehrsinfrastruktur kommt möglicherweise bald aus einem Fonds mit festgelegten Aufgaben, der den Zugriffen der Haushaltspolitiker weitgehend entzogen ist. Einen Tag vor einer Sitzung der Verkehrsministerkonferenz ist die entsprechende Empfehlung der Kommission „Nachhaltige Infrastrukturfinanzierung“ des früheren Bundesverkehrsministers Kurt Bodewig (SPD) auf großen Zuspruch bei den Interessenverbänden gestoßen.

Die Kommission stellt darüber hinaus eine Ausweitung der Lkw-Maut auch für leichte Lastwagen und auf Bundes- und Landstraßen zur Diskussion. Eine Pkw-Maut bewertet sie dagegen wegen möglicher rechtlicher Einwände der EU-Kommission zurückhaltend. Bodewig-Kommission empfiehlt grundlegende Finanzierungsreform für Verkehr weiterlesen

Bahn erhöht Fahrpreise teilweise um mehr als drei Prozent

Fernverkehr wird durchschnittlich um 1,3 Prozent teurer – Normalpreise steigen um 2,5 Prozent – Rabattierte Bahncards und Fernstrecke Köln-Berlin bleiben preisstabil (ergänzt um höhere Reservierungsgebühr und „Bordpreise“ im ersten und letzten Absatz)

Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens
Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Die ersten davon sollen nun endlich im April in Dienst kommen. Foto: Siemens

Berlin, 30. September (ssl) Bahnfahren zum Normalpreis wird teurer: Die Deutsche Bahn erhöht zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember die Preise um durchschnittlich 2,5 Prozent. Ausgenommen von der Fahrpreiserhöhung ist die Schnellstrecke Köln-Berlin, die im Juni vom Hochwasser betroffen und erst ab 4. November wieder in ganzer Länge befahrbar sein wird. Nicht erhöht werden auch die Preise für die rabattierten Bahncards und die Bahncard 100 sowie die Sparpreisangebote,wie die Bahn am Montag mitteilte. Reservierungsgebühr und Aufschlag für Verkauf im Zug werden auch teurer. Bahn erhöht Fahrpreise teilweise um mehr als drei Prozent weiterlesen

Hitler entging dem Elser-Attentat – weil er sich an den Bahnfahrplan hielt

Adolf Hitler entging am 8. November 1939 dem Attentat von Georg Elser im Münchener Bürgerbräukeller, weil er sich an jenem Abend genau an den Sonderfahrplan seines Führer-Sonderzuges nach Berlin hielt. Das geht aus einer Veröffentlichung des Historikers und Journalisten Ulrich Renz vom Georg-Elser-Arbeitskreises (Heidenheim) hervor. Der von Elser deponierte Sprengsatz explodierte, als der Reichskanzler bereits die Versammlung verlassen hatte. Schiene Straße Luft dokumentiert sie hier, unter anderem weil sie tiefe Einblicke in die Befindlichkeiten Hitlers zwei Monate nach dem Überfall auf Polen, aber auch in die Problematik der Rekonstruktion der Umstände dieses Attentats und nicht zuletzt über die Gepflogenheiten in der damaligen Reichsbahn gibt. Nach wie vor bleibt es für uns unfassbar, dass der Mann, der einen Weltkrieg vom Zaun brach und den Holocaust umsetzte, sich schlicht an einen Bahnfahrplan halten musste. Hitler entging dem Elser-Attentat – weil er sich an den Bahnfahrplan hielt weiterlesen

Schienenbranche fordert Milliardenprogramm

Aufstockung der Infrastrukturmittel auf 6,5 Milliarden verlangt – Lkw-Maut soll auf allen Straßen und für Fernbusse gelten

Zuwachs an Trassenkilometern und erwartete Engpässe im deutschen Schienennetz 2030. © Deutsche Bahn AG
Zuwachs an Trassenkilometern und erwartete Engpässe im deutschen Schienennetz 2030. © Deutsche Bahn AG

Berlin, 25. September (ssl) Die Schienenverkehrsbranche hat von der neuen Bundesregierung ein integriertes Verkehrskonzept und eine stärkere Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene gefordert. Spitzenvertreter der Bahnindustrie, der Nichtregierungsorganisationen und der Eisenbahnunternehmen verlangten am Mittwoch in Berlin mit einem gemeinsamen Forderungskatalog unter dem Motto „Fahrplan Zukunft“ darüber hinaus eine Aufstockung der Mittel für Erhalt, Ausbau und Neubau der Schienenwege um knapp 2,5 Milliarden Euro jährlich auf 6,5 Milliarden, um die dringendsten Vorhaben anzugehen und das marode Netz zu sanieren. Finanziert werden könne das unter anderem mit einer Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen, auf Lastwagen unter zwölf Tonnen und auf Fernbusse, schlugen sie vor. Schienenbranche fordert Milliardenprogramm weiterlesen

Gigaliner nahmen der Schiene in Schweden Marktanteile ab

Allianz pro Schiene präsentiert Zahlen aus Schweden – Anhaltende Unsicherheit bei Spediteuren vermutet

In Schweden nahmen die Riesen-Lkw der Schiene Marktanteile ab - jedenfalls in den ersten 10 Jahren nach Markteinführung. Grafik: Allianz pro Schiene
In Schweden nahmen die Riesen-Lkw der Schiene Marktanteile ab – jedenfalls in den ersten 10 Jahren nach Markteinführung. Grafik: Allianz pro Schiene

Berlin, 18. September (ssl) Überlange Lastzüge haben bei ihrer Einführung in Schweden dem Schienengüterverkehr deutlich Marktanteile abgenommen. Das geht aus einer Statistik hervor, die die Allianz pro Schiene am Mittwoch in Berlin veröffentlichte. Die Schienenlobby berief sich dabei auf amtliche schwedische Zahlen zu Marktanteilen der verschiedenen Verkehrsträger. Danach stieg der Marktanteil des Straßengüterverkehrs im ersten Jahrzehnt nach der Einführung der Gigaliner 1990 um 6,5 Punkte von knapp über 50 auf etwa 58 Prozent. Im selben Zeitraum sank der Anteil des Schienenverkehrs um 3,9 Punkte auf etwa 30 Prozent. Der Rest ist nationale Schifffahrt. Gigaliner nahmen der Schiene in Schweden Marktanteile ab weiterlesen

Ab 4. November fahren ICEs wieder 250 von Berlin nach Hannover

Bahn: Keine tiefer gehenden Schädigungen – Normaler Fahrplan wieder in Kraft – Auch Züge aus Amsterdam fahren wieder bis Berlin

Umleitungskarte der Deutschen Bahn für ICEs zwischen Hannover und Berlin
Umleitungskarte der Deutschen Bahn für ICEs zwischen Hannover und Berlin. Ab 4. November fahren die Züge wieder auf dem kurzen Weg, und die Fahrgäste sparen bis zu eine Stunde Fahrzeit. Karte: DB AG

Berlin, 17. September (ssl) Bald können Bahnkunden wieder schnell zwischen Berlin und Hannover mit der Bahn reisen. Nach fast fünf Monaten hochwasserbedingter Sperrung will die Deutsche Bahn ab 4. November wieder den regulären Verkehr auf der Schnellfahrstrecke Hannover-Berlin zwischen Stendal und Rathenow aufnehmen. Das kündigten die Vorstandsmitglieder Volker Kefer und Ulrich Homburg am Dienstag in Berlin an. Ab 4. November fahren ICEs wieder 250 von Berlin nach Hannover weiterlesen

Mit dem Zugradar am Monitor durchs Netz

Bahn stellt neue Tools und Apps vor – Navigator und Ticket werden zusammengeführt

Screenshot des neuen Zugradars: www.bahn.de/zugradar
Screenshot des neuen Zugradars: www.bahn.de/zugradar

Berlin, 25. August (ssl) Ein neuer DB-Navigator, ein Zugradar und ein Reiseplanungssystem, das alle Verkehrsträger mit einbezieht: Gleich mit mehreren Neuentwicklungen will die Deutsche Bahn ihren Anspruch untermauern, auch bei mobilen IT-Anwendungen führend zu bleiben. Mit dem Zugradar am Monitor durchs Netz weiterlesen

Göttingen, Oberursel, Murnau … und Etwashausen

Bahnhöfe des Jahres 2013 stehen fest – „Die Extreme sind größer geworden“

Der Bahnhof Etwashausen. Foto: Etwaige Nachrichten
Der Bahnhof Etwashausen. Foto: Etwaige Nachrichten

Berlin, 22. August (ssl) Göttingen, Oberursel und Murnau sind die Bahnhöfe des Jahres 2013. Bei Göttingen überzeugte neben der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes die fahrradfreundliche Ausstattung der Station, bei Oberursel im Taunus war es die aus Sicht der Jury ideale Verknüpfung von S- und U-Bahn. Murnau in Oberbayern, das den Touristikpreis erhielt, half die gelungene Totalrenovierung eines privaten Investors auf das Siegertreppchen, wie der der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, am Donnerstag in Berlin bekanntgab. Göttingen, Oberursel, Murnau … und Etwashausen weiterlesen

Bahn lässt bei Alstom fünf Hybrid-Rangierloks bauen

2015 sollen sie in Nürnberg und Würzburg fahren – Kosten knapp 10 Millionen Euro

Das Modell der neuen dreiachsigen Rangierlok mit Hybridantrieb.
Das Modell der neuen dreiachsigen Rangierlok mit Hybridantrieb.

Berlin, 1. August (ssl) Fünf Hybrid-Rangierlokomotiven sollen ab 2015 für umweltfreundlicheren Verschiebedienst in Nürnberg und Würzburg sorgen. Die Deutsche Bahn, der Hersteller Alstom Deutschland, die Deutsche Anlagen-Leasing und der Freistaat Bayern unterzeichneten am Donnerstag in Berlin die Verträge zum Bau der Lokomotiven. Mit Energie aus Speicherbatterien und einem dieselbetriebenen Generator  bringen sie rund 700 Kilowatt auf die Schiene. Im Vergleich zu konventionellen modernen Diesellokomotiven sollen sie knapp 50 Prozent Diesel oder sechs bis acht Liter pro Betriebsstunde weniger verbrauchen, wie der Technikvorstand der Deutschen Bahn AG, Volker Kefer, erklärte. Bahn lässt bei Alstom fünf Hybrid-Rangierloks bauen weiterlesen

Deutsche Bahn: Unglück wie in Spanien „für uns heute nicht vorstellbar“

Zwei Zugbeeinflussungssysteme sorgen für Sicherheit

Die Deutsche Bahn AG hat es für unvorstellbar erklärt, dass auf ihrem Netz ein Zug zu schnell in die Kurve fährt und deshalb verunglückt. Der für Infrastruktur und Technik zuständige Vorstand Volker Kefer erklärte am Freitag in Berlin: „Es ist für uns heute nicht vorstellbar“, dass ein solches Unglück passieren könne. Am Mittwochabend war ein Hochgeschwindigkeitszug kurz vor dem Bahnhof von Santiago de Compostela mit stark überhöhter Geschwindigkeit in eine enge Kurve gerast und entgleist. Dabei starben 80 Menschen, die anderen rund 140 Passagiere wurden teils schwer verletzt.

Kefer zufolge sind die Bahnstrecken in Deutschland – von Rangier- und Bahnhofsgleisen abgesehen – entweder mit der „punktförmigen Zugbeeinflussung“ (PZB-90) ausgerüstet, die bei Geschwindigkeiten bis Tempo 160 durch einen Abgleich der zulässigen mit den tatsächlichen Geschwindigkeiten im Gleis dafür sorgt, dass Tempolimits nicht überschritten werden. Bei höheren Geschwindigkeiten ist es die elektronische Zugbeeinflussung LZB (Linienzugbeeinflussung), die ununterbrochen direkt in die Elektronik der Lokomotiven eingreift.

Bei der LZB erhält der Lokführer ein Warnsignal, sobald die zulässige Geschwindigkeit um bis zu fünf Kilometer pro Stunde überschritten wird. Überschreitet der Zug das auf der jeweiligen Strecke geltende Tempolimit um mehr als 5 km/h, so wird er laut Kefer automatisch auf die zulässige Geschwindigkeit zwangsgebremst. Manipulationen durch den Lokführer seien „soweit als möglich ausgeschlossen“, sagte Kefer, einfach abstellen könne er die Überwachung erst recht nicht.

Bei der PZB-90 wird über zwei Gleismagnete ein Strecken-Zeit-Abgleich durchgeführt. Kommt in Zug nach Passieren eines ersten Magneten zu früh am zweiten an – fährt er also zu schnell -, so erhält er ebenfalls eine Zwangsbremsung auf die jeweils zulässige Geschwindigkeit. „Die Anordnung ist so, dass in jedem Fall die verbleibende Strecke ausreichend ist, um auf die geforderte Geschwindigkeit zu kommen“, sagte Kefer. Falle eines der Systeme aus, so „fällt der Betrieb automatisch in den nächst sicheren Zustand zurück“. Es gebe im übrigen kein Bonus-Malus-System für Lokführer, bei dem die Pünktlichkeit eine Rolle spiele.

Der Frontalzusammenstoß eines Nahverkehrszuges mit einem Güterzug bei Hordorf in Sachsen-Anhalt Ende Januar 2011, der sich auf einer Strecke ohne PZB oder LZB ereignete und zehn Tote und 23 Verletzte forderte, kann laut Kefer heute so nicht mehr passieren. Obwohl gesetzlich eine Ausrüstung einer Strecke erst ab zulässigen Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h erforderlich ist, rüstete die Deutsche Bahn nach diesem Unfall alle verbliebenen 3.000 Streckenkilometer in Deutschland mit PZB aus. Laut Kefer ist dieses Nachrüstungsprogramm „inzwischen durch“. Der Unfall in Eschede vom Juni 1998, bei dem ein entgleisender ICE an eine Brücke prallte und 101 Menschen ums Leben kamen, war nicht auf ein Versagen der Sicherungseinrichtungen oder des Lokführers zurückzuführen, sondern auf einen schadhaften Radreifen.

Bahn senkt Angaben über mögliche Flutschäden

Infrastrukturvorstand Kefer schätzt 200 bis 500 Millionen Euro – Bund übernimmt wohl wie 2002 einen Großteil der Kosten

Umleitungskarte der Deutschen Bahn für ICEs zwischen Hannover und Berlin
Umleitungskarte der Deutschen Bahn für ICEs zwischen Hannover und Berlin

Berlin, 25. Juli (ssl) Die Deutsche Bahn hat ihre Angaben zu den möglichen Schäden durch die Hochwasserkatastrophe im Juni deutlich zurückgenommen. Sprach Bahnchef Rüdiger Grube während des Hochwassers im Juni noch von einer möglichen Summe im „hohen dreistelligen Millionenbereich“, so erklärten er und sein Infrastrukturvorstand Volker Kefer am Donnerstag bei der Halbjahrespressekonferenz in Berlin, die Schäden könnten sich auf ein Volumen zwischen 200 und 500 Millionen Euro belaufen. Hintergrund ist vermutlich, dass der Bund für den Großteil der Schäden an der Infrastruktur aufkommt. So war es auch bei dem Hochwasser 2002. Damals waren allerdings ganze Strecken total beschädigt worden. Bahn senkt Angaben über mögliche Flutschäden weiterlesen

Schnellstrecke Hannover-Berlin „bis auf weiteres“ gesperrt

Bahn schließt Dauer bis ins nächste Jahr hinein nicht aus – Neuer Fahrplan ab 29. Juli (jetzt mit Bild)

Treibgut auf der Schiene: Baumstämme und Strohballen blockieren die Schienen, nachdem das Hochwasser östlich Stendals von der ICE-Strecke Berlin-Hannover abgeflossen ist. Foto: DB AG
Treibgut auf der Schiene: Baumstämme und Strohballen blockieren die Schienen, nachdem das Hochwasser östlich Stendals von der ICE-Strecke Berlin-Hannover abgeflossen ist. Foto: DB AG

Berlin, 9. Juli (ssl) Durch längere Fahrzeiten werden zigtausende Bahnfahrer  noch lange an das Elbe-Hochwasser im Juni erinnert werden: Die teilweise überflutete Schnellstrecke Hannover-Berlin bleibt noch für Monate gesperrt. Der Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn AG, Volker Kefer, wollte am Dienstag sogar eine Sperrung bis ins nächste Jahr hinein „nicht ausschließen, aber auch nicht avisieren“. Es werde allein sechs bis acht Wochen dauern, bis gesicherte Aussagen über die notwendigen Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten getroffen werden könnten. Schnellstrecke Hannover-Berlin „bis auf weiteres“ gesperrt weiterlesen

Studie zeigt hohes Wachstumspotenzial für Schienentriebzüge in Europa

„Markt für Triebwagen trotzt allen Krisen“ – Deutschland und Großbritannien sollen wieder zulegen

Hamburg/Berlin, 4. Juli (ssl) In Westeuropa wächst der Markt für neue Triebwagenzüge wohl stärker als bisher vorausgesagt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Hamburger  Beratungsunternehmens SCI Verkehr GmbH. Danach wächst der Markt weltweit bis 2017 jährlich um vier Prozent. Die deutsche Bahnindustrie geht in ihren jüngsten Veröffentlichungen von einem globalen Wachstum von 2,3 Prozent pro Jahr aus, allerdings für den gesamten Fahrzeugmarkt. Sie hatte vor einigen Wochen von „Wolken am wirtschaftlichen Himmel der Bahnindustrie“ gesprochen. Studie zeigt hohes Wachstumspotenzial für Schienentriebzüge in Europa weiterlesen

Immer mehr Güterwagen auf leisen Sohlen

Festliche Umrüstung eines Waggons nach der Zulassung der LL-Sohle — Aber noch viel zu tun

Bahnchef Grube (links) und Bundesverkehrsminister Ramsauer rüsten persönlich einen Güterwagen um.
Bahnchef Grube (links) und Bundesverkehrsminister Ramsauer rüsten persönlich einen Güterwagen um.

Berlin, 24. Juni (ssl) Lärmgeplagte Anrainer vielbefahrener Güterzugstrecken können bald ruhiger schlafen: Die großangelegte Umrüstung der Güterwagen in Europa auf „Flüsterbremsen“ beginnt. Der Vorstandschef der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bückten sich am Montag in Berlin höchstpersönlich unter einen Güterwagen, um dessen laute Grauguss-Bremssohlen gegen leisere „LL-Sohlen“ auszutauschen. Bis 2020 will die Bahntochter DB Schenker Rail ihre 60.000 Güterwagen komplett damit ausgerüstet haben. Ob die übrigen Eisenbahnunternehmen trotz finanzieller Anreize so schnell folgen, blieb zunächst offen. Nur dann kann aber das Ziel der DB AG erreicht werden, den Lärm an ihren Bahnstrecken bis 2020 um die Hälfte, also zehn Dezibel, gegenüber 2000 zu reduzieren. Immer mehr Güterwagen auf leisen Sohlen weiterlesen

Deutsche Bahn fährt ab Oktober Züge in den Emiraten

Joint Venture mit Etihad Rail – Ausbau zu einem Netz geplant

 

Das neue Bahnnetz in den Arabischen Emiraten - betrieben von der DB.
Das neue Bahnnetz in den Arabischen Emiraten – betrieben von der DB.

Die Deutsche Bahn AG wird ab Herbst ein Güterzugnetz in den Vereinigten Arabischen Emiraten betreiben. In Kürze sollen die Verträge für ein Joint Venture mit Etihad Rail, dem staatlichen Bahnkonzern der Emirate, unterschrieben werden, wie DB Schenker Rail-Vorstandschef Alexander Hedderich in Berlin mitteilte. Die DB sei als Sieger aus einer Ausschreibung hervorgegangen. Praktisch entsteht damit in den Emiraten eine komplett neue Eisenbahn. Deutsche Bahn fährt ab Oktober Züge in den Emiraten weiterlesen

Bei der ODEG klappt’s mit dem Service

Durchsage in dem ODEG-Zug der Linie RE2 von Wismar über Berlin nach Cottbus am Freitagnachmittag kurz vor Erreichen des Bahnhofs Zoologischer Garten: „Sehr geehrte Fahrgäste mit Ziel innerhalb Berlins, unser Zug hat wegen Bauarbeiten im weiteren Verlauf der Strecke einen Aufenthalt von zehn Minuten im Bahnhof Zoologischer Garten. Mit dem RE1 (des Konkurrenten DB AG, Red.), der gleich nach uns am selben Bahnsteig einfährt, oder der S-Bahn (Tochter des Konkurrenten DB AG, Red.) kommen Sie innerhalb Berlins schneller weiter.“ So muss Service sein!

Hunderte Güterzüge stauen sich wegen Hochwasser und Unwetter

Schenker-Rail-Chef Hedderich: „Sehr extreme“ Lage – Bandstillstand bei Industrie bisher vermieden

Hunderte Güterzüge im Rückstau.
Hunderte Güterzüge im Rückstau.

Die Unwetter der vergangenen 24 Stunden haben den Güterzugbetrieb der Deutschen Bahn in eine „sehr extreme“ Lage gebracht. „Es gibt einen massiven Rückstau. Mehrere hundert Züge sind betroffen“, erklärte der Vorstandschef von DB Schenker Rail, Alexander Hedderich, am Freitagnachmittag in Berlin. Trotzdem habe eine Unterversorgung der kritischen Industrien bisher vermieden werden können, sagte er. Hunderte Güterzüge stauen sich wegen Hochwasser und Unwetter weiterlesen

Mit bahn.bonus-Punkten den Bergwald fördern

 

 

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Ein Umweltprojekt im Naturpark Eifel können Teilnehmer des „bahn.bonus„-Kundenbindungsprogramms der Deutschen Bahn (DB) mit ihren gesammelten Prämienpunkten fördern. Als Anreiz hat die DB den Punktewert, ab dem eine Prämie eingelöst werden kann, von 500 auf 250 Prämienpunkte gesenkt. Pro 250 gespendeten bahn.bonus-Punkten kommen jeweils fünf Euro dem Nationalpark Eifel zugute. Die DB verspricht, die Spende am Ende des Aktionszeitraums am 31. August 2013 zu verdoppeln.

 

Das Bergwaldprojekt e. V. setzt sich seit über 20 Jahren aktiv für den Schutz und den Erhalt deutscher Waldregionen ein. Zu diesem Zweck organisiert der Verein mit freiwilligen Helfern ökologische Arbeitseinsätze im Wald, um das Ökosystem Wald zu stabilisieren und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu sichern. Der Wald-, Klima- und Artenschutz im Nationalpark Eifel wird bereits seit 2009 gefördert. Insgesamt beherbergt das faszinierende Mittelgebirge über 1.450 bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Bahn sagt Kupferklau noch härteren Kampf an

Mit intensiver grenzüberschreitender Zusammenarbeit will die Deutsche Bahn AG den Diebstahl von Kupfer und anderen Metallen weiter einschränken. In Deutschland dringt das Unternehmen bei einem internationalen Spitzentreffen am (morgigen) Donnerstag auf ein „nationales Lagebild Buntmetallkriminalität“ bei den Polizeibehörden, wie der Leiter der DB-Konzernsicherheit, Gerd Neubeck, am Mittwoch in Berlin erklärte. Damit sollen die besonders gefährdeten Teile der Infrastruktur und Täter- und Tatortstatistiken transparenter für die Beteiligten werden. Bahn sagt Kupferklau noch härteren Kampf an weiterlesen

Bahnkunden müssen für vier Wochen längere Reisezeiten in Kauf nehmen

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Fahrplan für Züge durch Hochwassergebiete geändert – Pünktlichkeit liegt nur noch um 60 Prozent

Berlin, 19. Juni (ssl) Bahnkunden müssen voraussichtlich noch vier Wochen lang deutlich verlängerte Reisezeiten zwischen Berlin einerseits sowie Hannover und Frankfurt am Main andererseits in Kauf nehmen. Aber sie können jetzt besser damit planen: Angesichts wohl noch wochenlanger hochwasserbedingter Sperrungen der Schnellstrecke Berlin-Hannover hat die Deutsche Bahn AG ihren Fahrplan angepasst. Der Hochwasserfahrplan (siehe Karte unter dem Link oben, einfach anklicken) gilt vorerst ab kommenden Freitag bis 19. Juli, wie der Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehrs AG, Berthold Huber, am Mittwoch in Berlin mitteilte. Den Schaden kann die Bahn noch nicht beziffern, ihr Chef Rüdiger Grube schätzte sie auf bis zu einer Milliarde Euro. Bahnkunden müssen für vier Wochen längere Reisezeiten in Kauf nehmen weiterlesen

Bahn will zu den Ferien wieder geordneten Fahrplan bieten

Rollei Digital Camera

Strecke Berlin-Hannover noch Wochen gesperrt – 1.000 Züge ausgefallen

 

Wittenberge/Berlin, 14. Juni (ssl) Bahnfahrer müssen sich noch für mehrere Wochen auf hochwasserbedingte Verspätungen und Zugausfälle einstellen. „Wir tun alles, damit in den Sommerferien das Angebot wieder steht“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Freitag bei einem Besuch des DB-Instandhaltungswerks Wittenberge. Dort haben die Mitarbeiter in tagelangen 24-Stunden-Schichten einen 1,6 Kilometer langen Deich aus Sandsäcken um das Werk gebaut, um die Fluten des Flüsschens Stepenitz von den Anlagen fernzuhalten. Der sonst drei Meter breite Nebenfluss der Elbe hat die Gegend westlich Wittenberges in eine Seenlandschaft verwandelt. Bahn will zu den Ferien wieder geordneten Fahrplan bieten weiterlesen

Internet im ICE jetzt auf 3.000 km

Berlin, 4. Juni (ssl) Die Deutsche Bahn AG hat die Länge der ICE-Strecken mit Internetzugang via WLAN auf 3.000 Kilometer verdoppelt. In 90 der 255 Hochgeschwindigkeitszüge ist nun das drahtlose Surfen möglich. Bis Ende des Jahres sollen es 180 Züge sein, wie Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg am Dienstag in Berlin versprach. Anfang 2014 soll das ganze 5.200 Kilometer umfassende ICE-Netz für den Internetempfang fit sein. Ende 2014 sollen dann auch alle Züge dafür ausgerüstet sein. Internet im ICE jetzt auf 3.000 km weiterlesen

Jeder dritte Fahrgast fühlt sich am Bahnhof nicht sicher

80 Prozent der Passagiere von Bussen und Bahnen befürworten Videoüberwachung – Forsa-Studie

Im Bus und im Zug fühlt man sich sicher; im und am Bahnhof weniger.
Im Bus und im Zug fühlt man sich sicher; im und am Bahnhof weniger.

Berlin, 29. Mai (ssl) Vier von fünf Fahrgästen des öffentlichen Verkehrs befürworten aus Gründen der persönlichen Sicherheit Videoüberwachung in Zügen und an Bahnhöfen. Das ergab eine forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz pro Schiene des Fahrgastverbandes Pro Bahn und des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, die am Mittwoch in Berlin präsentiert wurde. Danach hat sich die Quote der Passagiere, die sich bei Fahrten in Bussen und Bahnen sicher fühlen, zwar um zwei Punkte auf 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr verbessert. An Bahnhöfen und Haltestellen fühlen sich aber nur zwei Drittel der Befragten sicher (67 Prozent); das sind vier Punkte mehr als 2012. Jeder dritte Fahrgast fühlt sich am Bahnhof nicht sicher weiterlesen

Förderung der Elektromobilität nach wie vor umstritten

Kongress in Berlin: Merkel stützt deutsche Autobauer – Nahverkehrsunternehmer gegen Vorteile für Autos in Städten – NRW-Minister glaubt nicht an Erreichen der Ziele – Grube fordert mehr Engagement

Berlin, 27. Mai (ssl) Ungeachtet eines klaren Bekenntnisses der Bundesregierung zu den Zielen der Elektromobilität gibt es unter den Akteuren der Verkehrswirtschaft deutliche Kritik an dem Weg, der zu einer Zahl von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen bis 2020 führen soll. Das wurde am Montag bei einem Kongress zum Thema Elektromobilität in Berlin deutlich. Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte nachdrücklich für „Supercredits“ bei der EU-Regulierung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Autos, womit besonders verbrauchsarme Fahrzeuge beim Flottenverbrauch mehrfach gewichtet werden. Das stellt die Hersteller größerer Autos, also vor allem auch die deutschen, besser. Förderung der Elektromobilität nach wie vor umstritten weiterlesen

Bahn spürt Wettbewerbsdruck besonders im Schienengüterverkehr

Grube: Deutschland als Modell und nicht als Problem sehen

Berlin, 21. Mai (ssl) Die Wettbewerber und die Konjunkturschwäche haben dem Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn im vergangenen Jahr arg zugesetzt. Während die Verkehrsleistungen der Konkurrenten auf der Schiene um 6,5 Prozent stiegen, gingen die von DB Schenker Rail um 6,3 Prozent deutlich zurück. Das teilte der Wettbewerbsbeauftragte des Konzerns, Frank Miram, bei der Vorstellung des Wettbewerbsberichts 2012 am Dienstag in Berlin mit. In allen Verkehrsbereichen stieg der Anteil der DB-Konkurrenz auf der Schiene. Bahn spürt Wettbewerbsdruck besonders im Schienengüterverkehr weiterlesen

Deutsche Bahn kauft Osteuropa-Geschäft von Veolia

Busnetze in sechs Ländern – Gesamtumsatz 253 Millionen Euro – Kaufpreis nicht genannt

DB-Arriva-Bus in Tschechien. Foto: DB Arriva
DB-Arriva-Bus in Tschechien. Foto: DB Arriva

Berlin, 16. Mai (ssl) Die Deutsche Bahn AG hat ihre Marktposition in Europa mit der Übernahme der osteuropäischen Verkehre des französischen Konzerns Veolia Transdev erheblich ausgeweitet. Sie ist damit außerhalb Deutschlands in 15 europäischen Ländern aktiv, wie Personenverkehrs-Vorstand Ulrich Homburg mitteilte. „Wir sind damit der größte internationale Betreiber von Personenverkehr im osteuropäischen Bereich.“ In Tschechien ist die DB mit ihrer Europa-Regionalverkehrstochter Arriva nun Marktführer geworden. Deutsche Bahn kauft Osteuropa-Geschäft von Veolia weiterlesen

Zulassungsmarathon für ICE & Co. soll kürzer werden

Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens
Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens

Das jahrelange Hin und Her bei der Zulassung von Lokomotiven und Zügen in Deutschland soll bald der Vergangenheit angehören. Bundesregierung, Bahnindustrie und Bahnbetreiber werden voraussichtlich am (morgigen) Dienstag beschließen, dass das Zulassungsverfahren für Schienenfahrzeuge vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ähnlich wie bei Flugzeugen in die Hände privatrechtlich organisierter, aber staatlich zertifizierter Prüfinstanzen gegeben wird. Die Behörde soll dann nach Prüfung der Vollständigkeit und der Unterlagen nur noch den Stempel auf die Papiere drücken. Das verlautete am Montag aus dem Bundesverkehrsministerium. Zulassungsmarathon für ICE & Co. soll kürzer werden weiterlesen

Das Geld für Brücken und Lärmschutz wäre da …

Verkehrsforum fordert nachhaltige Finanzierungspolitik für Infrastruktur

 

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) hat von der kommenden Bundesregierung ein Bekenntnis zu nachhaltiger Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur verlangt. DVF-Präsident und Commerzbank-Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller erklärte am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung eines Forderungskataloges seines Verbandes an die Parteien vor der Bundestagswahl, es gebe praktisch keine Probleme bei der Finanzierung dank hoher Liquidität auf den Märkten.

Mindestens 15 Milliarden Euro jährlich seien nötig, um die Infrastruktur instandzusetzen und zu erhalten, sagte Müller. Bisher würden aber lediglich 10 Milliarden bereitgestellt. Er setzte sich für eine Ausweitung öffentlich-privater Kooperationen ein, „nicht um die Dinge teurer zu machen“, sondern um effizienter zu arbeiten. Das Geld für Brücken und Lärmschutz wäre da … weiterlesen

Bahnindustrie greift deutsche Zulassungsprozeduren heftig an

Düsteres Zukunftsbild für Standort Deutschland – Schienen-Infrastruktur chronisch unterfinanziert

Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens
Der ICE 3, Baureihe 407, Typ Velaro D von Siemens. Foto: Siemens

Die deutsche Bahnindustrie hat die Probleme bei der Zulassung von Schienenfahrzeugen für Umsatz- und Gewinneinbußen von einer halben Milliarde Euro im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), Bombardier-Chef Michael Clausecker, prangerte am Dienstag in Berlin die langwierigen Genehmigungsprozeduren des Eisenbahn-Bundesamtes an. Er ließ allerdings offen, ob die Summe in Gänze auf die angebliche Trägheit der Behörde oder auch auf tatsächliche Fehler bei den Herstellern zurückzuführen sei.

Die Bilanz 2012 der Bahntechnik-Hersteller  weist zwar ein hohes Umsatzplus von 4,9 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro aus. Die Bestellungen gingen dagegen um 27,6 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zurück. VDB-Hauptgeschäftsführer Ronald Pörner forderte als Ausweg aus der anhaltenden Unterfinanzierung der Schienen-Infrastruktur eine Ausweitung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen und auf Busse. Bahnindustrie greift deutsche Zulassungsprozeduren heftig an weiterlesen

Wie der Zugbegleiter die Fahrradkette reparierte

Allianz pro Schiene kürte die diesjährigen „Eisenbahner mit Herz“

„Ich freue mich, dass ich heute Nachmittag wieder angelächelt werde.“ Starköchin Sarah Wiener wollte am Montag wieder Bahn fahren. Sie machte aus ihrer Liebe zu diesem Verkehrsmittel am Montag keinen Hehl, als sie die Laudatio für die „Eisenbahner mit Herz“ sprach. Die Bahnlobby Allianz pro Schiene hatte zum dritten Mal zur Kür besonders zuvorkommender Eisenbahnerinnen und Eisenbahner gerufen. Mit dem Preis will sie ein Gegengewicht zu den Berichten über wenig service-orientiertes Personal der Öffentlichkeit setzen. Die Medaille erhielten von rund 100 von den Kunden vorgeschlagenen Personen diesmal drei Zugbegleiter und ein Team eines TGV zwischen Frankfurt und Paris. Wie der Zugbegleiter die Fahrradkette reparierte weiterlesen

Schwarzfahren kostet bald bis zu 60 Euro

Schwarzfahrer müssen bald mit einer Strafe von 60 Euro statt bisher maximal 40 Euro rechnen. Das hat die Verkehrsministerkonferenz in Flensburg beschlossen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßte am Donnerstag die Entscheidung, die er schon seit längerem als überfällig angemahnt hatte. Der weitergehenden VDV-Forderung, für Wiederholungstäter eine Strafzahlung bis zu 120 Euro verlangen zu dürfen, kam die Konferenz allerdings nicht nach. Schwarzfahren kostet bald bis zu 60 Euro weiterlesen