Schlagwort-Archive: Bus

Dieselgipfel hilft E-Bussen auf die Straße

Elektromobilität für große Linienbusse: Stand der Dinge

So funktioniert der Elektrobus, wie er beispielsweise in Berlin verkehrt. Grafik: Bombardier

Berlin, 12. Dezember (ssl) Der Dieselskandal hat ein Gutes: Er bringt die Diskussion über Elektromobilität in den Städten ein großes Stück weiter. Zwar sind sich alle Beteiligten einig, dass allein mit Elektrobussen die Stickstoffemissionen nicht unter die gesetzlichen Grenzen zu bringen sind, aber die Umstellung kann einen nennenswerten Beitrag dazu liefern. Vor allem aber soll schnell Geld fließen: Die öffentliche Hand und die Autoindustrie stellen eine Milliarde Euro für die Kommunen zur Verfügung, um diese Umstellung voranzutreiben. National und international sind Betreiber mit Pilotprojekten, aber auch schon mit ganzen Netzen elektrischer Busse unterwegs. Sie alle wünschen sich auch von der deutschen Industrie ein marktgerechtes Angebot. Dieselgipfel hilft E-Bussen auf die Straße weiterlesen

Nächster Halt: Innere Medizin – Autonomes Fahren in der Charité

Charité und BVG starten Modellversuch mit vier Bussen – Heftige Kritik an deutscher Industrie

Startschuss für einen Versuch mit autonomen Kleinbussen auf dem Charité-Campus in Berlin. Von links: Regierender Bürgermeister Michael Müller, Charité-Chef Karl Max Einhäupl, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und BVG-Digitalisierungs-Vorstand Henrik Haenecke. Fotos: Rietig

Berlin, 31. Juli (ssl) Verbunden mit heftiger Kritik an der deutschen Autoindustrie haben die BVG, die Charité und das Land Berlin am Montag den Startschuss für einen Modellversuch mit autonomen Kleinbussen in der Hauptstadt gegeben. Zugleich zog die BVG eine positive Bilanz der ersten Buslinie in Berlin, die mit vollelektrischen Fahrzeugen in Standardgröße, allerdings nicht autonom, betrieben wird. Nächster Halt: Innere Medizin – Autonomes Fahren in der Charité weiterlesen

Mit Olli in die Zukunft des autonomen Fahrens

Bahnchef Grube und Minister Dobrindt im selbstfahrenden Bus

Berlin, 17. Dezember (ssl) Ups – da blieb der Kleinbus plötzlich und unerwartet stehen. Bahnchef Rüdiger Grube und Verkehrsminister Alexander Dobrindt mussten sich festhalten, um nicht vom Sitz zu rutschen. Ein frecher Teilnehmer der Veranstaltung hatte herausfinden wollen, ob der autonom fahrende Bus wirklich stehenbleibt, wenn vor ihm ein Hindernis auftaucht, und war in den Weg gesprungen. Die Automatik funktionierte. Es war eine Deutschlandpremiere, aber nur, weil zwei Promis der deutschen Verkehrspolitik drin saßen.

Der autonome Kleinbus in voller Fahrt (8 km/h). © Foto: Rietig

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Berliner E-Busse vorerst stillgelegt – aktualisiert

E-Bus mit kabelloser Ladetechnologie nimmt den Dienst in Berlin auf (Neu: alle Busse wegen Fehlermeldungen der Batterie vorerst stillgelegt)

Der neue E-Bus am Endhaltepunkt Südkreuz. Foto: Rietig
Der neue E-Bus am Endhaltepunkt Südkreuz. Foto: Rietig

Berlin, 5. Oktober (ssl) Der planmäßige Betrieb der ersten Elektrobusse in Berlin ist nach etwas mehr als einem Monat unfreiwillig zu Ende. Alle vier E-Busse wurden vorerst aus dem Verkehr gezogen, wie der „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe) berichtet. Grund seien Fehlermeldungen der Batterie.  Berliner E-Busse vorerst stillgelegt – aktualisiert weiterlesen

Staatssekretär wettet: In 20 Jahren fährt kein Stadtbus mehr mit Diesel

Bei Vorstellung einer induktiven Ladestation für Berliner Modellprojekt

Berlin,  18. März (ssl) Verkehrs-Staatssekretär Rainer Bomba hat am Mittwoch in Berlin eine Wette riskiert: „In 20 Jahren werden wir im öffentlichen Personnennahverkehr ganz klar elektrisch fahren.“ Bei der Vorstellung einer induktiven Ladestation für ein Stadtbus-Modellprojekt in Berlin, präzisierte der 51-jährige, kein Stadtbus werde in 20 Jahren mehr mit Diesel fahren. „Da wette ich.“

So funktioniert die Ladestation des Berliner Elektrobusses. Grafik: Bombardier
So funktioniert die Ladestation des Berliner Elektrobusses. Grafik: Bombardier

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Todesrisiko im Auto 58 Mal höher als im Zug

Grafik: Allianz pro Schiene
Grafik: Allianz pro Schiene

Berlin, 11. Dezember (ssl) Die Eisenbahn ist nach Berechnungen der Allianz pro Schiene immer noch das sicherste Verkehrsmittel. Bezogen auf die Anzahl der Reisenden, war in den zurückliegenden zehn Jahren das Risiko, bei einer Autofahrt ums Leben zu kommen, 58 Mal so hoch wie im Zug. Selbst in dem als sehr sicher geltenden Bus sei das Risiko noch viermal höher als in der Bahn, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, in Berlin. Das Verletzungsrisiko im Auto ist 111 Mal und im Bus 33 Mal höher als im Zug.

Dieses Verhältnis trifft laut Flege im wesentlichen auf alle EU-Staaten zu, wobei Deutschland bei den im Autoverkehr getöteten Fahrgästen an viertbester Stelle mit 2,66 Verkehrstoten pro Milliarde gefahrener Kilometer liegt. Noch sicherer ist das Autofahren lediglich im Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Schweden. Flege nahm die Zahlen zum Anlass für den Hinweis, dass die Anzahl der in Unfälle mit Todesfolge verwickelten Lkw mit 20 Prozent deutlich höher ist als ihr Anteil am Verkehr allgemein, der lediglich bei sechs Prozent liegt. Deshalb wollten die Bürger auch keine Lang-Lkw, sagte Flege, weil die „Gigaliner“ in ihren Augen das Unfallrisiko weiter erhöhten.

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland sinkt seit einigen Jahren nicht mehr stetig. Nach der neuesten Prognose des Statistischen Bundesamtes steigt sie im Jahr 2014 sogar, wenn auch nur leicht. Eine drastische Steigerung verzeichnen die Statistiker in der Altersgruppe der Jugendlichen von 15 bis 18 Jahren. Das nahm der Geschäftsführer des Automobilclub Verkehr (ACV), Horst Metzler, zum Anlass, Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit im Verkehr zu fordern, die besonders die stärkere Nutzung von Smartphones bei Verkehrsteilnehmern berücksichtigen. Das werde ein wichtiges Thema auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar im Januar, sagte Metzler.

Fernbusse jagen der Bahn Umsatz und Fahrgäste ab

Berlin, 24. Juli (ssl) Die immer weiter expandierenden Fernbus-Unternehmen kosten die Deutsche Bahn Fahrgäste und Umsatz. Der Fernverkehr auf der Schiene ging nach Angaben des Vorstandschefs Rüdiger Grube im ersten Halbjahr 2014 um 2,8 Prozent zurück. Finanzvorstand Richard Lutz führte das bei der Halbjahrespressekonferenz am Donnerstag in Berlin auf den Wettbewerb mit dem Fernbus zurück. Fernbusse jagen der Bahn Umsatz und Fahrgäste ab weiterlesen

Schienenbranche fordert Milliardenprogramm

Aufstockung der Infrastrukturmittel auf 6,5 Milliarden verlangt – Lkw-Maut soll auf allen Straßen und für Fernbusse gelten

Zuwachs an Trassenkilometern und erwartete Engpässe im deutschen Schienennetz 2030. © Deutsche Bahn AG
Zuwachs an Trassenkilometern und erwartete Engpässe im deutschen Schienennetz 2030. © Deutsche Bahn AG

Berlin, 25. September (ssl) Die Schienenverkehrsbranche hat von der neuen Bundesregierung ein integriertes Verkehrskonzept und eine stärkere Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene gefordert. Spitzenvertreter der Bahnindustrie, der Nichtregierungsorganisationen und der Eisenbahnunternehmen verlangten am Mittwoch in Berlin mit einem gemeinsamen Forderungskatalog unter dem Motto „Fahrplan Zukunft“ darüber hinaus eine Aufstockung der Mittel für Erhalt, Ausbau und Neubau der Schienenwege um knapp 2,5 Milliarden Euro jährlich auf 6,5 Milliarden, um die dringendsten Vorhaben anzugehen und das marode Netz zu sanieren. Finanziert werden könne das unter anderem mit einer Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen, auf Lastwagen unter zwölf Tonnen und auf Fernbusse, schlugen sie vor. Schienenbranche fordert Milliardenprogramm weiterlesen