Schlagwort-Archive: Elektromobilität

Mit 16 Bussen über Berg und Tal

Was ein mittelständischer Busunternehmer von Technik und Politik erwartet

Berlin, 09. Juli 2018 (ssl*) Peter Heser ist Busunternehmer im oberfränkischen Warmensteinach. Er fährt Liniendienste, ist Auftragnehmer des regionalen Verbundes und bietet Fernreisen mit dem Bus an. Im Interview zählt er auf, was er von Technik und Politik erwartet. Zugleich liefert er damit ein typisches Unternehmerbild seiner Branche.

Peter Heser im Bus. © Foto: Rietig

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Die BVG lässt (k)einen fahren

Test mit autonomen Kleinbussen auf Charité-Campus

Auf in den Regelbetrieb. Links am Mikrofon Charité-Präsident Karl Max Einhäupl, neben dem Bus stehend von rechts Regierender Bürgermeister Michael Müller, Bundesumweltministerin Svenja Schulze, BVG-Vorstandschefin Sigrid Nikutta und BVG-Digitalisierungs-Vorstand Henrik Haenecke. Alle Fotos © Thomas Rietig

Berlin, 26. März (ssl) Jetzt leuchten die autonom fahrenden Kleinbusse auf dem Charité-Campus im BVG-Gelb. Es fehlt nicht einmal der kesse Spruch an den Seiten: „Wir lassen keinen fahren.“ Kurzum, der Regelbetrieb des Modellversuchs hat am Montag (26. März) nach einer mehrmonatigen Testphase begonnen. Vorerst lassen sie aber doch einen (mit-) fahren, denn sie wissen noch nicht ganz genau, ob der kleine Bus mit dem Big-Data-Speicher auch wirklich immer ganz genau weiß, was er tut und was er tun sollte. Die BVG lässt (k)einen fahren weiterlesen

Über kurz oder lang kommt die Busmaut

Berlin, 15. März (ssl) Es steht zwar nicht im Koalitionsvertrag, aber dennoch gab sich ein CDU-Bundestagsabgeordneter sicher, dass die Straßenmaut bald auch auf den Busverkehr ausgedehnt werde. Was Flixbus-Chef Schwämmlein davon hält, sagte er bei einer Veranstaltung des „Medienforum – Tourismus Dialog“ in Berlin am Montag (12. März).

„Das größte Streckennetz Europas“. Foto: Flixbus

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Politik geht mit Autobauern ins Gericht

Staatssekretäre aus Bund und Land beklagen allzu langes „Weiter so“ besonders bei Elektrobussen

Berlin, 27. Februar (ssl) Ungewohnt deutlich haben Staatssekretäre aus Bund und Land die deutsche Autoindustrie kritisiert. Besonders die Bushersteller bekamen beim Technischen Kongress des Verbandes der Automobilhersteller (VDA) in Berlin ihr Fett weg, weil sie seit Jahren keine Elektrobusse herstellen und damit deutlich etwa hinter China hinterherhinken. Überhaupt waren die externen Einflüsse auf den Kongress höchst ambivalent. Am selben Tag fiel in Leipzig das Bundesverwaltungsgerichtsurteil zur Zulässigkeit von Diesel-Fahrverboten. Zugleich gab Destatis offiziell bekannt, dass die Zahl der Verkehrstoten 2017 mit 3177 auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gesunken ist.

In den Niederlanden klappt’s: Elektrobus in Maastricht.

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Das Auto findet seinen Parkplatz

Notizen von der Bosch Connected World 2018

Berlin, 23. Februar (ssl) Zwei Großindustrielle sitzen in einer S-Klasse und parken ein. Normalerweise ist das kein Grund für 4.000 Menschen, ihnen begeistert zuzugucken. Am Mittwoch ist es in Berlin passiert. Es handelte sich um Bosch-Chef Volkmar Denner auf dem Beifahrersitz und am Steuer Daimler-Chef Dieter Zetsche, dem nachgesagt wird, er könne gut einparken. Als Großindustrieller verlernt man sowas ja vielleicht, wenn man immer mit Chauffeur unterwegs ist.

4.000 Menschen bei der Connected World 2018. Foto © Thomas Rietig

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Das Auto mit der PIN

2000 Meilen mit dem Ford Fusion Hybrid

Designmäßig war die Idee mit dem großen Kühlergrill nicht schlecht. Der Ford Fusion aka Mondeo Hybrid SE von vorne. © Foto: Rietig

Berlin, 04. Januar (ssl) „Sie haben die Wahl.“ Die nette Dame in der Mietwagen-Abholstation von Alamo zeigte auf eine unauffällige Hyundai-Limousine und einen silbernen Mondeo mit Stufenheck (er heißt hier in USA Fusion, sieht aber genauso aus wie der europäische Mondeo). „Der Ford ist ein Hybrid.“ Stets aufgeschlossen für alles Neue, nahm ich den Ford. Der Wagen war mit rund 6.000 Meilen Laufleistung fast neu. Es war ein Nicht-plug-in-Hybrid, also so etwas wie ein Toyota Prius, nur schöner. Das Auto und nicht der Fahrer entscheidet, wann der Elektromotor aktiv wird und wann der Benzinmotor. Es gibt diesen Wagen auch in Deutschland. Er hat 187 PS, davon kommen 140 aus einem Zweiliter-Benzinmotor, die übrigen aus einem Elektromotor. Das Auto mit der PIN weiterlesen

Dieselgipfel hilft E-Bussen auf die Straße

Elektromobilität für große Linienbusse: Stand der Dinge

So funktioniert der Elektrobus, wie er beispielsweise in Berlin verkehrt. Grafik: Bombardier

Berlin, 12. Dezember (ssl) Der Dieselskandal hat ein Gutes: Er bringt die Diskussion über Elektromobilität in den Städten ein großes Stück weiter. Zwar sind sich alle Beteiligten einig, dass allein mit Elektrobussen die Stickstoffemissionen nicht unter die gesetzlichen Grenzen zu bringen sind, aber die Umstellung kann einen nennenswerten Beitrag dazu liefern. Vor allem aber soll schnell Geld fließen: Die öffentliche Hand und die Autoindustrie stellen eine Milliarde Euro für die Kommunen zur Verfügung, um diese Umstellung voranzutreiben. National und international sind Betreiber mit Pilotprojekten, aber auch schon mit ganzen Netzen elektrischer Busse unterwegs. Sie alle wünschen sich auch von der deutschen Industrie ein marktgerechtes Angebot. Dieselgipfel hilft E-Bussen auf die Straße weiterlesen

Martin Schulz‘ E-Auto-Quote ist in Sicht

Kalifornien hat sie schon, die EU zieht angeblich im Herbst nach

Auch er erfüllt die E-Auto-Quote. Der Elektro-Mercedes SLS. Foto: Rietig

Berlin, 16. August (ssl) Den Vorstoß von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für eine europäische E-Mobilitätsquote sollte die Politik nicht generell als „Wahlkampf“, absurd und unqualifizierten staatlichen Dirigismus abtun. Deutsche Politiker erwarten Vorschläge aus der EU für Herbst. Gerade den Autobauern, die sich in jüngster Zeit nicht gerade durch Haltung ausgezeichnet haben, täte es gut, wenn die Politik Leitplanken zöge, die ihnen den Weg in eine nachhaltige Wirtschaft weisen. Wenn sie auf diesem Weg selbst geradeaus vorangehen, umso besser. Im täglichen Leben begreifen Autofahrer, die ihren Weg ohne Blessuren überstehen, Leitplanken ja auch als Schutz und nicht als Einengung ihrer Möglichkeiten. Martin Schulz‘ E-Auto-Quote ist in Sicht weiterlesen

Nächster Halt: Innere Medizin – Autonomes Fahren in der Charité

Charité und BVG starten Modellversuch mit vier Bussen – Heftige Kritik an deutscher Industrie

Startschuss für einen Versuch mit autonomen Kleinbussen auf dem Charité-Campus in Berlin. Von links: Regierender Bürgermeister Michael Müller, Charité-Chef Karl Max Einhäupl, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und BVG-Digitalisierungs-Vorstand Henrik Haenecke. Fotos: Rietig

Berlin, 31. Juli (ssl) Verbunden mit heftiger Kritik an der deutschen Autoindustrie haben die BVG, die Charité und das Land Berlin am Montag den Startschuss für einen Modellversuch mit autonomen Kleinbussen in der Hauptstadt gegeben. Zugleich zog die BVG eine positive Bilanz der ersten Buslinie in Berlin, die mit vollelektrischen Fahrzeugen in Standardgröße, allerdings nicht autonom, betrieben wird. Nächster Halt: Innere Medizin – Autonomes Fahren in der Charité weiterlesen

Gegen die Leistungs-Manie beim Auto

Eine klimaschonende Zukunft des Privat-Pkw erfordert mehr als nur Emissionsreduzierung am Auspuff

Würden nur mehr Autokäufer dem „schneller, stärker, größer“ entsagen als die smart-Käufer. Foto von der Vorstellung der aktuellen smarts 2014. ©Thomas Rietig

Berlin, 23. April (ssl) Ist der Dieselkäufer oder ­-fahrer „der Depp“, wie die „Bild“-Zeitung neulich titelte? Oder verhält er sich auch nach dem Abgasskandal vernünftig? Mehrere Umweltverbände haben dazu am Dienstag aus Anlass der neuerlichen Selbstzünder-Bekenntnisse von Autoindustrie und Politikern bis hin zum grünen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, Stellung genommen. Fazit wie immer: Es kommt drauf an. Aber eigentlich ist das nicht die Frage. Die Frage ist: Kann Deutschland nicht auch ohne das sinnfreie „größer, schneller, stärker“ eine weltweit führende Autoindustrie haben? Gegen die Leistungs-Manie beim Auto weiterlesen

Wolpertinger auf der Autobahn

Erste Teststrecken für Oberleitungs-Lkw werden gebaut

Ein Oberleitungs-Lkw auf Testfahrt. Foto: Siemens

Berlin, 3. Februar (ssl) Wolpertinger sind bayerische Fabelwesen. Ureinwohner schicken Preußen gerne in den ausgedehnten Wäldern auf die Suche nach ihnen. Tierpräparatoren basteln sie gemeinhin mit Flügeln, Geweih und langen Ohren als Kreuzung zwischen (beispielsweise) Habicht, Hase und Reh. Vergleichbares gibt es bald auch bei den Nutzfahrzeugen für Straße und Schiene: Lastzüge der schwedischen VW-Tochter Scania, auf deren Fahrerkabine Stromabnehmer à la E-Lok montiert sind. Aber es sind keine Fabelwesen. Sie sollen eine Lösung für die Elektrifizierung des Lkw-Verkehrs erproben. Zwei Teststrecken sollen bis Ende 2018 fertig sein. Auch eine internationale Verknüpfung der Tests zeichnet sich ab. Wolpertinger auf der Autobahn weiterlesen

Bald 100 E-Auto-Modelle aus deutscher Produktion

VDA verkündet Zukunftsoffensive – Wissmann will klare Strategie „ohne Schlupflöcher und Grauzonen“

Berlin, 2. Dezember (ssl) Die deutsche Autoindustrie will mit einer „Offensivstrategie“ ihre dominierende Position am Weltmarkt verteidigen und ihr ramponiertes Image aufbessern. Zugleich will sie „im Licht des Manipulationsskandals“, wie es VDA-Präsident Matthias Wissmann ausdrückte, ihre Bereitschaft zum Anpacken von Zukunftsthemen demonstrieren. Dabei geht es im wesentlichen um mehr Elektromobilität und andere umweltfreundliche Strategien. Gezwungen wird die Industrie dazu unter anderem durch den strikten Nachhaltigkeitskurs der chinesischen Regierung auf einem der großen Wachstumsmärkte für deutsche Premium-Autos.

Der "e-volution"-Porsche Cayman. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler wurde er mit mehreren Millionen Euro Steuergeld gefördert. @Thomas Rietig
Der „e-volution“-Porsche Cayman. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler wurde er mit mehreren Millionen Euro Steuergeld gefördert. @Thomas Rietig

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Master and Slave im Lastwagen

Autobauer vor elementaren Veränderungen (Update mit Bildern des neuen VW Crafter)

Frankfurt(M)/Berlin, 26. Juni (ssl) Zweistellige Zuwachsraten in Westeuropa melden die Hersteller für schwere Nutzfahrzeuge – außer in Deutschland, da sind es „nur“ 9,2 Prozent. Auf den ersten Blick sehen die Zahlen der deutschen Autobauer vom Caddy bis zum Tagebaukipper von Januar bis Mai gut aus. Auf anderen Kontinenten ist es eher durchwachsen, aber offenbar nicht alarmierend: Nordamerika Nullwachstum, Brasilien „freier Fall“, wie es der Verband deutscher Automobilhersteller (VDA) formulierte, China erholt sich wieder. Daimler, VW und Co. haben dennoch drei große Herausforderungen vor sich, angesichts derer sie sich nicht entspannt zurücklehnen wollen: autonomes Fahren, Elektromobilität und Vernetzung. Im Prinzip geht es darum, dass sie weit mehr machen müssen als nur verkaufen, sondern sich stärker als heute in die Optimierung der Transportkette einbringen müssen, wenn sie Herren der Branche bleiben und nicht zum Sklaven der Globalisierung und der Technologie 4.0 werden wollen.

Die ersten Bilder vom neuen Crafter von Volkswagen. Werksfoto
Ein erstes Bild des neuen Crafter von Volkswagen.                    Werksfoto

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2017 kommt der serienmäßige Wasserstoff-SUV

Chinas Verkehrsminister hat einen deutschen Doktortitel und einen deutschen Führerschein

Parade der Wasserstoffautos vor dem Bundesverkehrsministerium. © alle Fotos: Thomas Rietig
Parade der Wasserstoffautos vor dem Bundesverkehrsministerium. © alle Fotos: Thomas Rietig

Berlin, 12. April (ssl) Mercedes will 2017 ein mit Brennstoffzellen betriebenes Auto zu einem „attraktiven Preis“ auf den Markt bringen. Mit dieser Versicherung leitete Daimler-Vorstandsmitglied Thomas Weber ein Bekenntnis zur Wasserstoff-Technologie im Straßenverkehr ein. Auf dem H2-Mobility-Kongress des Bundesverkehrsministeriums, auf dem Weber das Auto vorstellte – einen GLC, also ein SUV auf C-Klassen-Ebene -, beeindruckte aber vor allem der chinesische Wissenschafts- und Technologieminister Wan Gang mit Zahlen zur Entwicklung der Elektromobilität in seinem Land. Elektromobilität bedeutet in China sowohl rein batteriegetriebene Autos wie auch Plug-in-Hybride und Wasserstoff-Fahrzeuge. 2017 kommt der serienmäßige Wasserstoff-SUV weiterlesen

Update: Fördermillionen für einen Porsche

Der "e-volution"-Porsche Cayman. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler wurde er mit mehreren Millionen Euro Steuergeld gefördert. @Thomas Rietig

Der „e-volution“-Porsche Cayman. Links oben der Deckel, hinter dem sich die Steckdose verbirgt, rechts unten quasi die „Förderbescheinigung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler wurde er mit mehreren Millionen Euro Steuergeld gefördert. @Thomas Rietig

Berlin, 21. März (ssl) Der Bund der Steuerzahler hat sich über eine mangelnde Koordination und Strategie bei der Förderung der Elektromobilität beschwert. Bei seiner jährlichen Pressekonferenz“Frühjahrsputz“ vor der Verabschiedung des Haushaltsentwurfs 2017 im Kabinett erklärte Präsident Reiner Holznagel, die Mängel des Konzepts führten unter anderem dzau, dass Subventionen unnötig vergeben würden. Als Beispiel nannte er am Montag in Berlin eine Millionenförderung für genau den Porsche, der oben im Foto zu sehen ist. Update: Fördermillionen für einen Porsche weiterlesen

Nicht nur über die Kaufprämie für E-Autos reden

Forum Elektromobilität wenig optimistisch hinsichtlich nennenswerter Aufstockung der Forschungsförderung

Links über dem Spoiler die Tanköffnung, rechts unten an der Ecke die Förderbescheinigung vom Bildungs- und Forschungsministerium. © Foto: Rietig
Links über dem Spoiler die Tanköffnung, rechts unten an der Ecke die Förderbescheinigung vom Bildungs- und Forschungsministerium. © Foto: Rietig

Berlin, 2. März (ssl) So richtig glücklich sind die Beteiligten in Forschung, Entwicklung und Produktion nicht über die aktuelle Diskussion zur Kaufprämie für Elektromobile. Vor allem deshalb, weil darüber die von ihnen als genau so dringlich erachteten übrigen Marktanreize so sehr in den Hintergrund treten, dass sie möglicherweise sogar hinten runterfallen. Anzeichen dafür zeigten sich bei der Berliner Jahrestagung des Forums Elektromobilität am Montag und Dienstag. Immerhin trauten sich die Fachleute, ein neues Datum für die „Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen“ zu nennen. Nicht nur über die Kaufprämie für E-Autos reden weiterlesen

Vernetzung, Sicherheit und E-Mobilität sind die großen Themen

Interview mit VDA-Präsident Wissmann für die VDI-Nachrichten 

Berlin/Frankfurt, 12. September (ssl) Alternative Antriebe und das vernetzte, automatisierte Auto sind die großen Themen der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw in Frankfurt am Main vom 17.-27. September. Aber auch die internationalen Märkte bewegen sich, und manche von ihnen machen der deutschen Industrie Sorgen. Wir fragten den Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, für die VDI-Nachrichten nach Gegenwart und Zukunft des wichtigsten Zweiges der deutschen Industrie.

Ein elektrischer Mercedes SLS. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat zur Ankurbelung der E-Autos die Forderung aufgestellt: "Macht sie sexy." Dieser ist es.
Ein elektrischer Mercedes SLS. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat zur Ankurbelung der E-Autos die Forderung aufgestellt: „Macht sie sexy.“ Dieser ist es.

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Berliner E-Busse vorerst stillgelegt – aktualisiert

E-Bus mit kabelloser Ladetechnologie nimmt den Dienst in Berlin auf (Neu: alle Busse wegen Fehlermeldungen der Batterie vorerst stillgelegt)

Der neue E-Bus am Endhaltepunkt Südkreuz. Foto: Rietig
Der neue E-Bus am Endhaltepunkt Südkreuz. Foto: Rietig

Berlin, 5. Oktober (ssl) Der planmäßige Betrieb der ersten Elektrobusse in Berlin ist nach etwas mehr als einem Monat unfreiwillig zu Ende. Alle vier E-Busse wurden vorerst aus dem Verkehr gezogen, wie der „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe) berichtet. Grund seien Fehlermeldungen der Batterie.  Berliner E-Busse vorerst stillgelegt – aktualisiert weiterlesen

Mehr Elektroautos in China als in Deutschland

Statistiken und Beobachtungen zum chinesischen Automarkt – „In Beijing ist Radfahren total angesagt“

Autoverkehr in Souzhou. Foto: Matias Rietig
Autoverkehr in Souzhou. Foto: Matias Rietig

Berlin, Anfang Juli (ssl) Der Automarkt in China zeigt derzeit einige interessante Entwicklungen, die vielleicht Hinweise für eine künftige Straßenverkehrspolitik in Deutschland geben können, auch wenn das wenigste direkt übertragbar scheint. Die erste Entwicklung: In China gibt es inzwischen mehr new energy vehiclesals in Deutschland. Das teilten Fachleute am 2. Juli am Rande der Halbjahres-Pressekonferenz des Verbandes deutscher Automobilhersteller (VDA) mit. Danach hat der Bestand an Elektromobilen innerhalb eines Jahres um 550 (fünfhundertfünfzig) Prozent zugenommen und liegt jetzt bei rund 36.000. In Deutschland sind es ein paar tausend weniger, und die höchste Steigerungsrate hierzulande betrug in etwa 100 Prozent, also eine Verdoppelung. Nur wenn die beibehalten würde, und danach sieht es zumindest 2015 nicht aus, wäre das Ziel von einer Million Elektrofahrzeuge bis 2020 mit rund 800.000 im weitesten Sinn erreicht. Mehr Elektroautos in China als in Deutschland weiterlesen

Elektromobilität: Hilfe von unerwarteter Seite

China sorgt mit Restriktionen für Verbrennungsmotoren für Bedarf – Zetsche: Eine Million E-Autos 2020 „völlig unrealistisch“

Berlin, 4. Mai (ssl) Dieter Zetsche hatte kurz überlegt, ob er auf dem eMobility Summit des „Tagesspiegels“ dieselbe Rede halten soll wie schon vor zwei Jahren. „Es ist ein bisschen hier wie beim Dinner for One“, kokettierte der Daimler-Chef mit dem versammelten Who is Who der Elektromobilität, „same procedure as every year?“ Wir wissen nicht mehr genau, was er vor zwei Jahren sagte, aber diesmal redete er Klartext. „Das Ziel (der Bundesregierung), 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, ist unter den augenblicklichen Rahmenbedingungen völlig unrealistisch.“ Es fehlen nämlich noch etwa 970.000 Autos.

Umweltfreundliche (vorn) und weniger umweltfreundliche Dienstwagen.
Umweltfreundliche (vorn) und weniger umweltfreundliche Dienstwagen.

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Staatssekretär wettet: In 20 Jahren fährt kein Stadtbus mehr mit Diesel

Bei Vorstellung einer induktiven Ladestation für Berliner Modellprojekt

Berlin,  18. März (ssl) Verkehrs-Staatssekretär Rainer Bomba hat am Mittwoch in Berlin eine Wette riskiert: „In 20 Jahren werden wir im öffentlichen Personnennahverkehr ganz klar elektrisch fahren.“ Bei der Vorstellung einer induktiven Ladestation für ein Stadtbus-Modellprojekt in Berlin, präzisierte der 51-jährige, kein Stadtbus werde in 20 Jahren mehr mit Diesel fahren. „Da wette ich.“

So funktioniert die Ladestation des Berliner Elektrobusses. Grafik: Bombardier
So funktioniert die Ladestation des Berliner Elektrobusses. Grafik: Bombardier

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Ein langer Weg bis zur Million E-Autos

Fortschrittsbericht 2014: Leitanbieter ja; aber um Leitmarkt zu werden, bedarf es weiterer Förderung

Zahl der E-Autos und Ladestationen in ausgewählten Ländern. Foto: Fortschrittsbericht Elektromobilität 2014 (der Norwegen und Schweden auf der Karte verwechselt hat, die Zahlen gelten für Norwegen)
Zahl der E-Autos und Ladestationen in ausgewählten Ländern. Grafik: Fortschrittsbericht Elektromobilität 2014 (der Norwegen und Schweden auf der Karte verwechselt hat, die Zahlen gelten für Norwegen)

Berlin, 02. Dezember (ssl) Um zum internationalen Vorreiter bei der Elektromobilität zu werden, muss der Staat den Autokauf fördern. Das geht aus dem am Dienstag (2. Dezember) in Berlin veröffentlichten Fortschrittsbericht 2014 der Nationalen Plattform Elektromobilität hervor. Der Bericht, den Wirtschaft, Wissenschaft. Politik und Verbände erarbeitet haben, wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ressortchefs von vier Ministerien (Verkehr, Wirtschaft, Umwelt und Forschung) im Kanzleramt überreicht. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, regte eine Sonderabschreibung von 50 Prozent des Kaufpreises eines Elektromobils im ersten Jahr an, um die Anschaffung besonders in Firmenflotten zu beschleunigen. Ein langer Weg bis zur Million E-Autos weiterlesen

Die Metamorphose der Hybridlokomotive

Hybrid-Lok von Alstom für VW trug vorübergehend den DB-Keks

Berlin, 27. September (ssl) Die Alstom H3, eine neuentwickelte Hybridlokomotive für Diesel- und Batteriebetrieb, war eines der Highlights auf der diesjährigen Innotrans. Klar, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und der Vorstandschef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, es sich nicht nehmen ließen, bei ihrem Rundgang über die weltgrößte Messe für Schienenverkehr in Berlin zusammen die Hüllen um das schöne Stück fallen zu lassen. Was zunächst wegen des DB-Logos am Führerstand kaum jemandem auffiel: Es war keine Lok für die Deutsche Bahn, sondern eine für die Volkswagen AG. Deren Logo kam dann erst später drauf. Die DB hat aber auch welche bestellt.

Die Hüllen fallen. Verkehrsminister Dobrindt und Bahnchef Grube vor der Volkswagen-Lok.
Die Hüllen fallen. Die Hybridlok H3 von Alstom wird mit DB-Keks feierlich enthüllt..

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Air-Berlin-Flieger sollen elektrisch auf dem Vorfeld rollen

Absichtserklärung für Bugrad-Antriebssystem für 110 Flieger unterzeichnet

Berlin, 4. Juni (ssl) Ein Großteil der Air-Berlin-Flotte soll bald ohne Triebwerke zum Start rollen können. Deutschlands zweitgrößte Airline gab am Dienstag bekannt, dass sie mit dem Unternehmen WheelTug eine Absichtserklärung für ein neuartiges elektrisches Antriebssystem für das Fahrwerk unterzeichnet hat. Air-Berlin-Flieger sollen elektrisch auf dem Vorfeld rollen weiterlesen